Höhere Strafen bei Unfällen

Höhere Strafen bei Unfällen

— 08.08.2003

Frankreich greift hart durch

Die steigende Zahl der Verkehrstoten soll in Frankreich mit höheren Strafen für Unfallverursacher eingedämmt werden.

Frankreich verzeichnete im vergangenen Jahr 7600 Verkehrstote, 800 mehr als in Deutschland. Jetzt reagiert unser europäische Nachbar mit einer Verschärfung der Strafen: Wer fahrlässig einen Unfall verursacht und dabei Personen verletzt oder tötet, muss im Extremfall mit bis zu zehn Jahren Haft und Geldstrafen von maximal 150.000 Euro rechnen.

Zum Straftäter wird bereits, wer jemanden bei einem Unfall verletzt und dieser dadurch bis zu drei Monate arbeitsunfähig ist. Dann drohen drei Jahre Freiheitsentzug und 30.000 Euro Geldstrafe. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger, muss der Unfallverursacher neben bis zu drei Jahren Haft mit 45.000 Euro Strafe sowie einem halbjährigen Fahrverbot rechnen. Eine fahrlässige Tötung im Straßenverkehr wird mit bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug, 75.000 Euro Geldstrafe und Führerscheinentzug bis maximal fünf Jahren geahndet.

Drastische Ausmaße erreichen die Strafen, wenn der Unfallfahrer alkoholisiert, ohne Führerschein oder mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war: Dann drohen sieben Jahre Haft und 100.000 Euro Geldbuße. In Verbindung mit Unfallflucht werden leicht 150.000 Euro Geld- und zehn Jahre Freiheitsstrafe verhängt. Die neue Regelung gilt auch für ausländische Autofahrer.

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