Neuer Honda Accord 2.0i

Honda Accord 2.0i Honda Accord 2.0i

Honda Accord 2.0i

— 13.09.2002

Im Accord gegen Alfa

Schluss mit Langeweile: Der Accord der siebten Generation setzt wieder auf Sport und Emotionen. Im Visier haben die Japaner vor allem den Alfa 156.

Zurück zu den sportlichen Wurzeln

Endlich besinnt sich Honda auch bei Limousinen wieder auf seine Tradition. Und die ist sportlich und dynamisch. Attribute, die dem letzten Accord (6. Generation) verloren gegangen sind. Jetzt steht Accord Nummer sieben in den Startlöchern, komplett neu und ab Januar 2003 bei den Händlern. Zwar trägt die Serienversion nicht mehr das extrem muskulöse Profil, die hohe Schulter und das kurze Heck des ersten Entwurfs, doch auch so wirkt der neue Accord recht durchtrainiert.

Mehr will Honda den Familienvätern wohl nicht zutrauen, schließlich soll der Accord Neukunden erobern. Ob dies reicht, um sie vom schicken Alfa 156 wegzulocken, bleibt abzuwarten. Denn auf den rassigen Italiener hat es der Accord abgesehen. Sagt Honda.

Schon die erste Berührung mit dem Japaner macht an. Die edlen Chromtürgriffe zählen zum Besten, was Autobauer uns derzeit in die Hand geben, daraus spricht Wertigkeit und Liebe zum Detail. Auch im soliden Cockpit wirkt der Honda wieder so sportlich, wie es das Äußere verspricht. Mit dem neuen (alten) Geist zieht der Komfort ein: Serienmäßig sind eine getrennt für Fahrer und Beifahrer einstellbare Klimaautomatik, das längs und höhenverstellbare Lenkrad samt Audio-Fernbedienung für Radio/CD.

Sechs Gänge oder Fünfgangautomatik

Mit Front-, Seiten- und Kopfairbags, ABS und Bremsassistent erreicht Honda zeitgemäße Sicherheit. ESP (heißt im Accord VSA (Vehicle Stability Assist) bietet jedoch nur die Topversion mit 2,4-Liter-Motor. Die Basis wird VSA auch gegen Aufpreis nicht bekommen – unverständlich.

Im EuroNCAP-Crash erwartet Honda vier Sterne (maximal fünf sind möglich) sowie die Höchstwertung von zwei Sternen beim Fußgängerschutz. Der neu entwickelte Vierzylinder leistet 190 PS bei relativ hohen 6800/min und liefert ein Drehmoment von maximal 220 Newtonmetern bei 4500/min. Geschaltet wird sechsmal manuell oder per Fünfgangautomatik, die auch sequenziell bedient werden kann.

Basismotorisierung ist ein ebenfalls neu entwickelter Zweiliter-DOHC mit 155 PS sowie 190 Newtonmeter Drehmoment. Zur Auswahl stehen ein manuelles Fünfganggetriebe und eine Fünfgangautomatik. Den Zweiliter-Accord konnten wir bereits kurz Probe fahren. Der Vierzylinder überrascht durch gute Elastiziät, möchte aber viel drehen, um Leistung zu bieten – typisch Honda. So erreicht der Accord subjektiv nicht ganz die leisen Innengeräusche, die man in dieser Klasse erwartet. Angenehm: die steife Karosserie (sieben Zentimeter länger als der Vorgänger). Sie lässt dem Fahrtwind keine Chance, Lärm zu machen.

Technische Daten

Gewohnt knackig ist die Schaltung. Die Lenkung könnte etwas leichter und direkter ausgelegt sein. Die Fahrwerkabstimmung findet einen guten Kompromiss zwischen Komfort und Sport. Der Kofferraum misst 459 Liter (32 Liter mehr als im Vorgänger), die Rücksitzlehnen sind geteilt umlegbar und nur vom Kofferraum aus zu entriegeln. Eine Kombiversion erscheint Mitte 2003. Hondas erster eigener Diesel wird Anfang 2004 im Accord arbeiten. Zumindest hier ist Alfa schneller.

Technische Daten: Vierzylinder-Reihenmotor aus Alu, vorn quer • 4 Ventile je Zylinder • DOHC • Hubraum 1998 cm3 • Leistung 114 kW (155 PS) bei 6800/min • max. Drehmoment 190 Nm bei 4500/min • Frontantrieb • Fünfganggetriebe • Einzelradaufhängung vorn und hinten • Kofferraum 459 Liter • Tankinhalt 63 Liter • Länge/Breite/Höhe 4665/1760/1445 mm • Reifen 195/65 R 15 • Leergewicht 1350 kg • Spitze 217 km/h • Verbrauch 7,9 Liter/100 km, • Preis: ca. 22.000 Euro.

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