Honda Accord Type S i-DTEC: Fahrbericht

Honda Accord Type S 2.2 i-DTEC Honda Accord Type S 2.2 i-DTEC

Honda Accord Type S i-DTEC: Fahrbericht

— 17.02.2011

Zackig auf Kurs

Honda hat den Accord aufgefrischt. Schnellen Vertretern dürfte der neue Diesel gefallen. Mit 180 PS ist er ein heißer Kandidat für die linke Spur der Autobahn. Dabei stimmt der Komfort.

Honda setzt in letzter Zeit vor allem auf das grüne Gewissen der Kundschaft. Hybridautos dominieren die Modellpalette. Dabei haben die Japaner sehr sportliche Wurzeln. Die zitiert das neue Accord-Diesel-Flaggschiff mit Nachdruck. Mit ein paar technischen Kniffen hat Honda den 2,2-Liter-Selbstzünder auf 180 PS gebracht. Diese 30 Mehr-PS machen die Nippon-Mittelklasse noch flotter, ohne dass er dabei zum Säufer wird. 380 Newtonmeter zerren fast von Start weg an der Vorderachse, was bei Nässe fast zwangsläufig zum Durchdrehen der Pneus führt. Außerdem ist der Motor – zumindest beim Anfahren – kein Leisetreter, sein Arbeitsprinzip kann er nicht verleugnen. Aber er macht Spaß. Guter Durchzug, schnelle Spurts und das passend abgestimmte Fahrwerk lassen Hondas Mittelklasse reif wie nie wirken. Denn der Accord verwechselt Sportlichkeit nicht mit Härte und liegt satt auf der Straße.

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180 PS machen den Accord zum flotten Reisebegleiter. An der Optik ändert sich am Heck trotz des Facelifts nichts.

©Honda Accord Type S 2.2 i-DTEC

Dazu spendiert Honda eine knackige Sechsgang-Box und eine feinfühlige Lenkung. Bei Bedarf rennt der Accord Type S i-DTEC 230 km/h und spurtet in 8,6 Sekunden auf Tempo 100. In der Theorie verbrennt er dabei 5,6 Liter Diesel, wir verbrauchten bei einer ersten Ausfahrt 7,9 Liter bei flotter Gangart. Spätestens auf der Autobahn schlägt die Stunde des Accord. Er ist wie gemacht für die linke Spur, bei guten 200 km/h summt der Motor fast unhörbar unter der Haube und die Windgeräusche säuseln nur dezent. Hier hat Honda hörbar nachgebessert. Die Optik des 2011er-Modells wurde ebenfalls etwas aufgefrischt. Vorne wurden Scheinwerfer und Stoßfänger modifiziert, in den höheren Ausstattungslinien kommt künftig Xenon-Licht inklusive einer automatischen Abblendschaltung zum Einsatz, außerdem gibt es optional ein aktives Kurvenlicht.

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Innen sollen Applikationen in Metalloptik Schick verbreiten, allerdings wird nur Plastik verbaut.

©Honda Accord Type S 2.2 i-DTEC

Hinten hebt sich die Type-S-Variante künftig mit dunklen Chromelementen von der Basis ab. Im Innenraum des Type S nehmen Fahrer und Passagiere auf Teilledersitzen Platz, dazu gibt es jede Menge Applikationen in Metalloptik. Eine optische Offenbarung ist das leider immer noch nicht, das macht die Konkurrenz teilweise besser. Die Preise für den "neuen" Accord beginnen künftig bei 26.450 Euro (2,0-Liter-Benziner mit 156 PS). Wer sich das Diesel-Flaggschiff gönnt, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen, bekommt aber auch eine Vollausstattung mit diversen Assistenzsystemen wie Spurhalteassistent und elektronischer Abstandsregelung. 25.575 Euro kostet die Limousine, 1300 Euro zusätzlich der Kombi Tourer. Wer zum Top-Diesel greift, muss 35.575 Euro berappen. Marktstart ist im April 2011, vorher zeigt der Accord sein neues Näschen noch auf dem Genfer Autosalon 2011.
Fotos: Honda Accord Type S 2.2 i-DTEC

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