Honda Civic Type-R / Type-S

Honda Civic Type-R Honda Civic Type-R

Honda Civic Type-R / Type-S

— 05.02.2007

Das Sport-UFO

Zwei Türen weg, mehr Leistung unter der Haube: Mit Type-R und Type-S wird der Honda Civic zum Dreitürer. Und endlich so schnell wie er aussieht.

Eine zurückhaltende Optik kann man der jüngsten Auflage des Civic wirklich nicht nachsagen. Auch wenn es abgedroschen klingt: Der kompakte Japaner sieht im Stand schon schneller aus als manche Möhre bei Vollgas. Jetzt legt Honda ordentlich nach und präsentiert mit dem Type-R die von den Fans sehnlich erwartete Topmotorisierung. Eine Doppel-Premiere sozusagen, denn mit dem Type-R gibt es endlich auch ein dreitüriges Blechkleid für den Dynamiker – und das bekommt auch der etwas schwächere Bruder Type-S, der gleichzeitig debütiert.

Ab die Post: In 6,6 Sekunden ist der Civic Type-R auf Tempo 100.

Wenden wir uns zunächst der absoluten Leistungsspitze zu: Die bekommt der Type-R mit einem neu entwickelten Zweiliter-Vierzylinder, der seine 201 PS bei 7800 Touren an die Vorderräder schickt. Damit es die Maschine bei diesen Drehzahlen nicht zerreisst, baut Honda vorsorglich eine Ausgleichswelle und eine variable Ventilsteuerung ein. Viel Technik, die am Ende doch nur der Beschleunigung dient. Und die kann sich wahrlich sehen lassen: Der Type-R geht in 6,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht maximal 235 km/h Spitze. 300 Millimeter große, innenbelüftete Bremsscheiben an der Vorderachse und 260-Millimeter-Scheiben hinten sorgen dafür, dass auch die negative Beschleunigung zügig vonstatten geht. Zudem legt ein straffes Sportfahrwerk den Type-R tief auf die Straße und sorgt für spontanes Umsetzen der Lenkbefehle.

Qual der Wahl: Turbodiesel oder Benziner mit je 140 PS im Type-S.

Etwas weniger drastisch geht der Type-S zu Werke, Unsportlichkeit mag man ihm angesichts der technischen Daten aber nicht vorwerfen. Für den kleinen Bruder des Type-R stehen gleich zwei Motoren mit jeweils 140 PS zur Auswahl: der bereits aus dem Fünftürer bekannte, 1,8 Liter große Benziner oder der 2,2-Liter-Turbodiesel mit Ladeluftkühlung. Beide Aggregate sind serienmäßig mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe gekoppelt, den Benziner gibt es optional mit einer Sechsstufen-Automatik. Was die Fahrleistungen angeht, tun sich die beiden Motorisierungen nicht viel: Der Selbstzünder beschleunigt den Type-S in 8,6 Sekunden auf 100 km/h, der Benziner braucht für den Prestigesprint drei Zehntelsekunden länger.

In Sachen Optik kann der Type-S dem Type-R kaum das Wasser reichen. Während S auf 17-Zöllern rollt, kommt R mit Alufelgen im 18-Zoll-Format. An der Front zeigt er einen schwarzen Wabengrill und eine tief auf die Straße gezogene Schürze mit großen Lufteinlässen. Eine 20 Millimeter breitere Spur an der Hinterachse, Seitenschweller und eine modifizierte Heckpartie tragen sowohl Type-R als auch Type-S.

Dynamisches Cockpit und Platzverhältnisse wie im Fünftürer.

Dass Sportlichkeit nicht zu Lasten des Alltagsnutzens gehen muss, zeigt der Innenraum des neuen Dreitürers. Zwar tragen die R- und die S-Varianten ihre gesteigerte Leistung auch im Interieur deutlich zur Schau, ansonsten bleibt aber alles beim Alten. Und das heißt: Die Rücksitze sind im Verhältnis 60 zu 40 umklappbar, dahinter gibt es einen Kofferraum, der – wie der Fünftürer – je nach Konfiguration zwischen 465 und 1352 Liter schluckt. Da kann man demnächst sein Gepäck schön zügig durch die Gegend kutschieren. Wann "demnächst" ist, wollte Honda übrigens auf Anfrage nicht verraten – genau wie die Preise. Schließlich wissen das im Moment noch nicht einmal die Händler, die die beiden neuen Sportler unters fahrende Volk bringen sollen.

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