Honda CR-V 2.0 Automatik

Honda CR-V 2.0 Automatik Honda CR-V 2.0 Automatik

Honda CR-V 2.0 Automatik

— 17.03.2003

Automatisch müder

Der neue Honda CR-V muss in seiner Automatikversion mit einer angestaubten Viergangschaltbox auskommen. Das kostet ihn Temperament.

Motor und Karosserie

Honda kann zufrieden sein. Die zweite Generation des in England gebauten CR-V ist gefragt und belegte beim AUTO BILD alles allrad-Vergleichstest (Ausgabe 8/02) den zweiten Platz hinter dem Nissan X-Trail. Allerdings traten da die Schaltgetriebeversionen zum Test an. Jetzt haben wir uns den Automatik-CR-V genau angesehen.

Karosserie und Qualität Der grundsätzlich viertürige Honda bietet den größten Innen- und Gepäckraum seiner Klasse. Zudem ist der CR-V besonders variabel: Die Rückbank ist nicht nur geteilt, sondern auch längs verschiebbar. Dafür ärgert so manchen die rechts angeschlagene Hecktür, die in Parklücken ein Beladen von der Gehwegseite aus erschwert.

Fahrfreude und Antrieb Der quirlige Motor hat es nicht leicht mit der Automatik. Sie bietet nur vier Gänge, der vierte ist dazu noch amerikanisch lang übersetzt, sorgt für große Drehzahlsprünge beim Gangwechsel. Das kostet Temperament. Der permanente Allradantrieb schickt die Kraft an die Vorderachse, die Hinterräder werden über eine mechanisch-hydraulische Lamellenkupplung stufenlos am Vortrieb beteiligt – leider oft mit zu viel Verzögerung.

Fahrwerk und Komfort

Fahrleistungen Nur wenn man den Motor mit Höchstdrehzahlen ausquetscht, kommt man über 150 km/h. Sobald die Automatik in den langen vierten Gang schaltet, wird der CR-V sehr müde. Deshalb braucht er für die Höchstgeschwindigkeit viel Anlauf.

Fahrwerk und Sicherheit Trotz Abwesenheit eines ESP bleibt der Honda in jeder Situation sehr sicher, auch beladen. Die ABS-Bremsen verzögern einwandfrei.

Geländetauglichkeit Der CR-V bietet eine anständige Bodenfreiheit, mehr nicht. Dank Automatikgetriebe schindet man am Berg wenigstens keine Kupplung.

Komfort Gute Federung, gute Sitze, aber kernig klingender Motor.

Preis und Kosten Günstiger Preis, klassengerechte Unterhaltskosten – was will man mehr? Weniger Verbrauch, denn der Schalt-CR-V macht es für einen Liter weniger.

Fazit und Technische Daten

Fazit Die Automatik passt nicht zum CR-V. Der Schaltbruder ist nicht nur zehn km/h schneller und einen Liter sparsamer, sondern darf auch satte 300 Kilo mehr an die Anhängekupplung nehmen. Schade, so gewinnt man keine neuen Automatik-Fans. Dieses veraltete Getriebe hat der ansonsten auf der Straße überzeugende CR-V nicht verdient.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.