Honda CR-Z — 09.02.2010
Der neue CRX heißt CR-Z
Zwölf Jahre nach dem letzten CRX bringt Honda wieder einen kleinen Sportler – nur diesmal als Hybrid und mit einer blütenreinen Aufgabe: Sparen mit Spaß und Stil. Erste Sitzprobe im CR-Z.
Wir werden uns daran gewöhnen. Oder gewöhnen müssen. Dass Sportcoupés künftig nicht allein von Benzin befeuert werden, sondern auch von Elektropower. Wenn beide im Team antreten, spricht man vom Hybridantrieb, der ja sogar auf Rennstrecken salonfähig wird.
Honda spielt jetzt den Vorreiter bei kompakten Serien-Coupés: Der neue
CR-Z soll den Spaß am sauberen Gasgeben in die
Golf-Klasse bringen: ein Vier-Meter-Flitzer, der den Geist des CRX in sich trägt. So hieß in den Achtzigern einer der seltenen Lichtblicke aus Japan, der es schnell zu Kultstatus brachte: Flache Keilform, steiles Heck und reichlich Power – so gewann der
Honda seine Fangemeinde.
Das Kantenheck des CRX war früher leichter zu erahnen – mit dem Spoiler als Peilkante.
Beim Urahn konnte man noch so leidlich nach schräg hinten schauen, den Gummispoiler als Peilkante nutzen. Heute geht das nicht mehr. Hinten ist der neue CR-Z wie zugemauert, da bleibt nur ein schmaler Tunnelblick direkt auf die Verfolger. Die zusätzlichen 14 Elektro-Hengste (gleiche Technik wie im
Honda Insight) werden sich mächtig ins Zeug legen müssen, um den 1232-Kilo-Sportler zu pushen. Die Motoren sind nicht mit einer stufenlosen
Automatik gekoppelt, sondern mit einem Sechsgang-Handschaltgetriebe. Das mögen wir bei einem
Sportwagen So fährt der CR-Z einen echten Slalom zwischen Vollspeed und Sparfahrt, die mit einem speziellen Fahrdynamik-Programm unterstützt wird.
Erster Vergleich mit dem CRX ab 12. Februar in AUTO BILD 5/2010
Die blaue Cockpitbeleuchtung zeigt, dass der CR-Z im Normal-Modus fährt. Wegen der verstreuten Schalter ist die Bedienung gewöhnungsbedürftig.
"Econ" heißt (auch wie im
Insight) die Schon-Stufe der drei möglichen Set-ups. Dann werden Gasannahme, Lenkung, Leerlaufabschaltung und Hybridsystem auf maximales Sparen getrimmt. So lässt es sich mit reduzierter Drehzahl und grüner Instrumentenbeleuchtung cruisen. Wer es eilig hat, schaltet auf "Sport", genießt den vollen Saft und sieht Rot. Für all die anderen Ambitionen gibt es den goldenen Mittelweg: "Normal" lässt uns ins Blaue blicken. Schauen wir aufs Datenblatt – fahren dürfen wir den CR-Z noch nicht. Die 124
PS Systemleistung werden nicht den Asphalt aufreißen, aber nur fünf Liter Sprit im Normverbrauch für 100 Kilometer sind wirklich eine Ansage.
Mehr über Honda CR-Z und CRX lesen Sie ab Freitag in AUTO BILD 5/2010!
Kommentare zum Artikel (6)
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5 Liter sind für einen Hybrid mit so schwacher Leistung kein guter Wert. Die Fahrleistungen sind miserabel. Hoffentlich verkauft sich das Ding nicht in Deutschland. Vielleicht wacht Honda endlich auf und baut wieder mal was anständiges. Kleine Anregung: Ein Mini Cooper S mit 184 PS und 5,8 Liter so einen Motor wollen die Fans sehen.
Im Text wird vom1.5l CRX (dem AF) geredet -- auf den Fotos ist aber der 1.6l AS (mit 125PS) zu sehen.
Ich finde der CRZ ist sehrwohl ein würdiger nachfolger, schließlich ging es damals um sportlichkeit und sparen ... und welches auto verbindet das heutzutage besser als der CRZ ???
An sich ein nett anzusehendes Auto allerdings viiiiieel zu fettleibig als dass er seinem Urahn alle Ehre machen könnte. Vor allem die Front erinnert viel zu stark an das Hamster-Bäckchen Volvo C30 und verlor leider sein ehrliches, Botox-freies und unbefangenes Jugendgesicht.
Und die Zeiten für ein hyper-futuristisches Digitalcockpit im Casio-Taschenrechner-Style der Neuzeit gepaart mit Dragonball-Z-Aplikationen für ein Spiel in der Schulpause sind längst gezählt und wirken nur noch peinlich! Liebes Honda-Team, heute hat man in jedem eleganten Iphone einen Calculator integriert!
wow.. toll dass er so dicht an der Studie geblieben ist.. Wenn der Preis stimmt wäre dies auf jeden Fall eine Alternative.