Honda FR-V gegen Fiat Multipla

Honda FR-V gegen Fiat Multipla Honda FR-V gegen Fiat Multipla

Honda FR-V gegen Fiat Multipla

— 21.12.2004

Zwei für sechs

Bei Honda und Fiat sitzen Sie in der ersten Reihe – zu dritt, wenn Sie möchten. BILD verglich die beiden Sechssitzer miteinander.

Honda fehlt es an Platz

Von Carsten Paulun In den Kompaktvans Honda FR-V und Fiat Multipla können jeweils drei von sechs Passagieren sitzen. Die Innenräume des frisch renovierten Multipla und des brandneuen FR-V teilen sich in zwei Sitzreihen à drei Personen. Zusätzlich bleibt auch ausreichend Platz für vier Koffer. Damit sind die Gemeinsamkeiten der beiden auch schon aufgezählt.

Die beiden Kompakten unterscheiden sich auf den ersten Blick. Der 4,29 Meter lange, 1,81 Meter breite und 1,61 Meter hohe Honda wirkt deutlich sportlicher, kaum wie ein Van. Das hat aber auch Nachteile. Zum Beispiel beim Platz. Auf allen Plätzen sitzen Mitteleuropäer nicht wirklich gut. Vorn fehlt's an der Seite und im Fußraum, hinten an den Knien und am Kopf. Da helfen auch die beiden in der Länge verschiebbaren Mittelsitze nicht viel. Zudem ist der Kofferraum schlechter nutzbar. Praktisch beim Japaner: die hinteren Sitze können mit jeweils einem Handgriff in den Wagenboden geklappt werden.

Vorteil beim Fahren: Der FR-V ist straffer, reagiert deutlich agiler auf Lenkbefehle, hat die peppigeren Motoren. Zur Wahl stehen zwei Benziner mit 125 PS beziehungsweise 150 PS. Schon der größere überzeugt nicht gerade durch seine enorme Kraftentfaltung. Fleißige Schaltarbeit mit dem serienmäßigen Sechsgang-Getriebe ist für eine forsche Fahrweise (195 km/h Spitze, neun Liter Super Verbrauch) Voraussetzung. Die Preise bewegen sich zwischen 20.400 und 22.700 Euro.

Fiat ist auf Familie getrimmt

Der überarbeitete, 4,09 Meter lange Fiat Multipla ist viel mehr auf Familie getrimmt. Er bietet mehr Platz auf allen Plätzen, zudem sind die hinteren Einzelsitze um 15 Zentimeter nach hinten verstellbar. Kleiner Nachteil: Wer den Multipla als Transporter nutzen will, muß die hinteren Sitze ausbauen und in der Garage verstauen.

Das Fahrwerk ist eine ganze Spur komfortabler, was sich allerdings bei schnellen Kurven auswirkt: Die nunmehr glatt gebügelte Karosse (1,87 Meter breit, 1,70 Meter hoch) neigt sich spürbar mehr zur Seite als der Honda.

Seine Trümpfe zieht der Italiener bei den Motoren. Es gibt einen etwas schwächlichen 103-PS-Benziner (ab 17.290 Euro), einen empfehlenswerten 115-PS-Diesel (176 km/h Spitze, sieben Liter Verbrauch, ab 19.290 Euro) und einen Erdgasmotor mit 92 PS (ab 20.590 Euro) für Sparfüchse.

Fazit Drei Personen in der ersten Reihe – das macht nur im Fiat Sinn. Mit dem Honda kommen nur sportliche Fahrer auf ihre (hohen) Kosten.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.