Honda, Jaguar, Koenigsegg, Lamborghini, Lotus

Honda NSX-R Honda NSX-R

Honda, Jaguar, Koenigsegg, Lamborghini, Lotus

— 12.03.2003

Supersportwagen von A bis Z (Teil 3)

Diese Fahrzeuge bringen jeden Autofan zum Träumen. Exoten und Supersportwagen für den etwas größeren Geldbeutel.

Honda NSX-R: Japanischer Porsche-Jäger

Es gibt ihn noch, den NSX. Das aktuelle Mittelmotor-Monster ist stärker und schneller als je zuvor – und heißt NSX-R. Das Zusatz-R steht für die verbesserte Version des Sportwagens, der in den 90ern Porsche-Fahrern Angst einjagte. Weniger ist mehr, so lautet anscheinend das Credo der Honda-Ingenieure – zumindest, wenn es um das Gewicht ihres Sprösslings geht. Denn Klima- und Hifi-Anlage, Airbags und Reserverad wurden kurzerhand rausgeschmissen und kosten jetzt extra.

Viele Teile der Aluminium-Karosse sind durch noch leichteres Karbon ersetzt worden: Fronthaube, Heckspoiler und Sportsitz-Schalen bestehen aus dem teuren Stoff. Das macht insgesamt 156 Kilo weniger und den NSX-R etwa 100.000 Euro teuer. Das V6-Aggregat hat nach wie vor 280 PS und beschleunigt den Boliden in 4,9 Sekunden auf Tempo 100. Im Moment gibt es den Honda-Hengst nur in Japan.

Jaguar XK8/XKR: Geschmeidige Katze

Mit geschärften Krallen schickte Jaguar den als Coupé und Cabrio erhältlichen XK8 ins Modelljahr 2003. Soll heißen:Während die Briten den eleganten optischen Auftritt weitgehend unangetastet ließen, erhielten die Achtzylindermotoren eine Kraftkur. Statt 4,0 Liter Hubraum kommen nun 4,2 zum Einsatz, woraus bei der Saugversion 298 PS (früher 284 PS) und bei der kompressorgeladenen Variante XKR stolze 395 PS (vorher 363 PS) resultieren.

Vor allem Letztere macht ihrem Wappentier alle Ehre, denn der feine Jaguar sprintet in flotten 5,6 Sekunden auf Tempo 100. Die mühelose Kraftentfaltung selbst aus niedrigen Drehzahlen kommt natürlich auch vom bulligen Drehmoment von 541 Newtonmeter. Dabei ist geschmeidiges Dahingleiten eher das Metier der Raubkatze. Die kultivierten Achtzylindermotoren, das komfortable Fahrwerk und die etwas teigige Lenkung laden förmlich zum Cruisen ein.

Koenigsegg CC: Leckerer Schwedenhappen

400 Kilometer pro Stunde Höchstgeschwindigkeit – so lautet das erklärte Ziel der schwedischen Konstrukteure des CC. Dass es sich dabei nicht um wilde Phantasien der Realität entrückter Nordlichter handelt, beweist die herausragende Verarbeitungsqualität des Supersportwagens. Durch die großzügige Verwendung von Kohlefaser und Kevlar sank das Gesamtgewicht auf 1175 Kilogramm.

Weiterer Vorteil: Durch das zum serienmäßigen Lieferumfang gehörende Hardtop verwandelt sich das 655 PS starke Coupé in Windeseile zum Cabriolet. Trotz der in diesem Fahrzeug versammelten Superlative ist verwunderlich, dass völlig selbstverständliche Ausstattungsmerkmale wie ABS extra kosten. Im Verhältnis zum Hauptkonkurrenten im Geschwindigkeitswettbewerb, dem Bugatti Veyron 16.4, bleibt der CC mit 385.000 Euro ein Schnäppchen.

Lamborghini Murciélago: Aus guter Zucht

Martialisches Auftreten und Fahrleistungen jenseits von gut und böse – der Lamborghini Murciélago hält,was seine Optik verspricht. Er will sich als Rennwagen mit Straßenzulassung verstanden wissen und kokettiert nicht mal mit Understatement. Längs vor der Hinterachse liegt das Prachtstück des Italieners: ein 6,2 Liter großer V12-Saugmotor, der 580 PS via Viscokupplung auf alle vier Räder verteilt.

Je nach Stellung der flügelartigen Einlassöffnungen, über die sich der Motor bedarfsgerecht mit kühler Luft versorgt, und des ebenfalls elektronisch gesteuerten Heckspoilers sind mehr als 330 km/h Spitze möglich. Bis auf 100 km/h braucht der Lambo 3,8 Sekunden. Für Lamborghini brachte der mit Audi entwickelte Murciélago ein sattes Umsatzplus: 2001 wurden 430 Exemplare der exaltierten Kohlefaserflunder ausgeliefert. Rekordergebnis für die rassigen Boliden aus Sant’ Agata bei Modena.

Lotus Esprit V8 GT: Sportlicher Schöngeist

1975 präsentierte Lotus in Paris den von klaren Linien dominierten Esprit von Designer Giugiaro. Der unter einer Glasfaser-Karosserie agierende Motor wies bis weit in die neunziger Jahre nur vier Zylinder auf. Erst durch den Verbau eines V8-Motors erlebte die Flunder ihren zweiten Frühling. Bi-Turbo-Technik stellt im V8 GT 400 Newtonmeter Drehmoment bereits bei 4250 Kurbelwellenumdrehungen pro Minute zur Verfügung. Die 350 PS Maximal-Leistung erreicht der 3,5 Liter große Achtzylinder bei 6500 U/min.

So ist der Esprit, wenn es die Verkehrsverhältnisse und die unentwegt bei höherem Tempo aufspringende Kofferraumklappe zulassen, 282 km/h schnell. Doch für solch perfektionistische Details hat die Esprit-Fangemeinde nur ein müdes Lächeln übrig. Denn der Esprit hat etwas, was den meisten modernen Fahrzeugen fehlt. Mitte 2003 will Lotus seinen Klassiker in den Ruhestand schicken.

Lotus Elise: Klein, aber sooo gemein

Dank seines hervorragenden Fahrverhaltens gelingt es Elise-Piloten regelmäßig, die Fahrer erheblich stärker motorisierter Fahrzeuge an die Grenze des Nervenzusammenbruchs zu bringen. Ganze 122 PS ermöglichen dieses amüsante Treiben, denn voll getankt bringt der sympathische Zweisitzer nur 756 Kilogramm auf die Waage. Der 1,8-Liter-Motor ist hinter dem Cockpit platziert und macht den Elise so zum Mittelmotorwagen.

Die Zeiten, in denen solche Fahrzeuge mit viel Eigenleben um die Hochachse die Piloten im eigenen Schweiß kämpfen ließen, sind vorüber. Viel Feingefühl bei den zahlreichen Abstimmungsfahrten hat den Mini-Lotus zum ernst zu nehmenden Konkurrenten für Porsche & Co. reifen lassen. Lotus kennt seine Kunden. Man liefern den Elise neuerdings auch in der "Race Tech"-Version aus, die den Innenraum mit Materialien aus dem Motorsport aufwertet.

Zum Teil 4 geht es hier lang!

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