Hummer-Verkauf nach China geplatzt — 25.02.2010
Hummer vor dem Aus
Der GM-Tochter Hummer droht der baldige Untergang: Die Übernahme durch den chinesischen Konzern Tengzhong ist geplatzt. Die Geländewagen-Marke soll nun abgewickelt werden.
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Hummer hatte GM zuletzt Verluste eingebrockt, der Absatz war angesichts hoher Spritpreise und der Wirtschaftskrise eingebrochen. Nach Medienberichten war Tengzhong trotz allem bereit, zwischen 150 und 200 Millionen Dollar zu zahlen. Die überdimensionalen Geländewagen sollten vorerst weiter bei GM gebaut werden, 3000 Mitarbeiter sollten dadurch in Lohn und Brot bleiben. Gemeinsam mit ihnen, den Händlern und Zulieferern werde nun die Abwicklung angegangen, sagte Smith. Bereits während der Verhandlungen stand das Geschäft unter keinem guten Stern. Behördenvertreter in China zweifelten hinter vorgehaltener Hand daran, dass Tengzhong über die nötige Erfahrung verfüge, Hummer zu steuern. Das wenig bekannte Unternehmen verdient sein Geld mit dem Maschinenbau.
Reisereporteage: Mit dem Hummer H2 auf der Route 66
Der ursprüngliche Hummer war ein ziviler Ableger des amerikanischen Militärtransporters Humvee. Dank seiner markanten Form entwickelte sich der teure Wagen schnell zu einem Statussymbol. Die späteren Modelle H2 und H3 bekamen mehr Komfort und ein etwas weniger kantiges Äußeres. Der Anstieg der Ölpreise seit 2005 setzte dem Erfolg der Marke jedoch ein Ende. Hummer gehört zu den Marken, von denen sich General Motors bei seinem Neustart trennt. Der Autobauer war 2009 in die Insolvenz gerutscht, aus dem er nur dank einer milliardenschweren staatlichen Finanzspritze einen Ausweg fand. Die US-Regierung kontrolliert das Unternehmen seitdem. Erst am 23. Februar 2009 hatte GM den Verkauf der schwedischen Tochter Saab an den niederländischen Sportwagen-Hersteller Spyker erfolgreich über die Bühne gebracht. Bei der deutschen Tochter Opel ringt der Konzern gerade um staatliche Hilfe für die Sanierung.
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Kommentare zum Artikel (17)
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Mal ne frage... seh ich das nur so oder gehen alle Tochter Firmen von GM den bach runter??? Erst Opel... jetzt Hummer. Und was kommt als nächstes?
Zur Zeit sollen alle wieder kleine, sparsame, hubraumkleine Autos kaufen und fahren. Der Hummer ist so was wie die Concorde. Aus einer anderen Zeit und im Museum zu bewundern. Aber, in ca. Acht Jahren werden wir wieder Hybriden haben mit 6 und 8 Zylinder Motoren und E-Antrieb und einem satten Sound. Denn nichts geht besser zu verkaufen, als "Kinderträume". Dazu zählten nie aufzeihbare Brotdossen mit 1.2 L Dreizylindermotoren.
Himmel nochmal, ich kann's nich mehr lesen. Prollauto, Penisausgleich, Umweltsünder ... Fällt euch nix neues mehr ein? Ist es wirklich so schwer zu akzeptieren, das ein Auto auch reines Hobby sein kann? Wer bitte fährt den Hummer im Alltag? Ich werd mir demnächst auch einen gebrauchten Jeep Grand Cherokee oder Commander kaufen. Als Hobby für's Wochenende. Das ist der einzige echte Luxus, den ich mir auf die kommenden 6 bis 10 Jahre leiste!!! Diese andauernde Missgunst kotzt mich vielleicht an ...
"Was ich mir nicht leisten kann sollen andere auch nicht haben. So kann ich nachts besser schlafen und das Ganze verkaufe ich dann nach aussen hin als Umweltbewusstsein".
Solche Leute sind einfach nur zum kotzen.
@dd
Die militärische Version hat mit der Einstellung der Marke Hummer von GM nichts zu tun. Diese wird bei AM General auch weiterhin gebaut.