Hybrid-Allianz von BMW und PSA auf der Kippe

Hybrid-Allianz von BMW und PSA auf der Kippe

— 22.06.2012

Unklare Zusammenarbeit

BMW und sein französischer Partner PSA Peugeot Citroen überdenken ihre Partnerschaft bei der Entwicklung und Produktion von Komponenten für Hybridautos.

(dpa) Die Allianz der beiden Autobauer BMW und PSA Peugeot Citroën zur Entwicklung von Hybridtechnologien steht auf der Kippe. Grund ist der Einstieg des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) bei den Franzosen. Es könnte zu einer Veränderung in der Eigentümerstruktur kommen, sagte jetzt ein BMW-Sprecher. BMW wolle aber an dem bisherigen  Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen BPCE festhalten, unabhängig von Veränderungen bei PSA, sagte der Sprecher. Er bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung "Die Welt" (22. Juni). Die beiden Autobauer hatten das Unternehmen BMW Peugeot Citroën Electrification (BPCE) 2011 gegründet, um die Entwicklung von Hybridtechnologien voranzutreiben und Komponenten gemeinsam zu nutzen. Bei der Hybrid-Technik wird ein Verbrennungsmotor mit einem Elektroantrieb kombiniert. Bei der Entwicklung alternativer Antriebe haben viele Autobauer wegen der hohen Kosten Kooperationen gebildet.

Allianz mit GM hat Auswirkungen

Wie die Zeitung schreibt, ist das nahe Aus von BPCE in seiner jetzigen Form vor allem vom US-Konzern GM betrieben worden. GM und PSA hatten im Frühjahr eine weitgehende Allianz vereinbart. Dabei stieg GM auch mit sieben Prozent bei PSA ein. Die Zusammenarbeit zielt auf eine enge Verzahnung der angeschlagenen GM-Tochter Opel mit dem ebenfalls angeschlagenen französischen Hersteller. Beide Autobauer wollen gemeinsam Basismodelle entwickeln und bauen. "Da passt die Kooperation von PSA mit einem anderen deutschen Hersteller nicht mehr in die politische Landschaft", sagte ein Insider der Zeitung. Die französische Zeitung "La Tribune" hatte bereits am Mittwoch berichtet, dass es von PSA in einigen Tagen eine offizielle Ankündigung über die Zukunft von BPCE geben solle. BMW-Chef Norbert Reithofer hatte noch im März gelassen auf die Allianz zwischen PSA und General Motors reagiert. Diese habe keine Auswirkungen auf das Joint Venture von BMW und PSA. Beide Hersteller arbeiten auch bei Motoren zusammen. Mit der Kooperation zur Hybridtechnologie wollten BMW und PSA vor allem Geld bei der teuren Entwicklung und Produktion der Bauteile sparen. Das Gemeinschaftsunternehmen soll unter anderem Hochvoltspeicher, E-Motoren oder Generatoren entwickeln und fertigen. Der Produktionsstart im Werk im französischen Mulhouse ist bislang für 2015 geplant.

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