Hybrid-Tour durch die USA

Lexus-Hybrid-Challenge durch die USA Lexus-Hybrid-Challenge durch die USA

Hybrid-Tour durch die USA

— 17.03.2005

Prolog in New York

Erste offizielle Bewährunsprobe für den Lexus RX 400h: Einmal quer durch Amerika. AUTO BILD will wissen: Was taugt das Edel-SUV mit den drei Motoren?

Es geht um die Zukunft des Autos

Zwei rote Blechkisten, vier schwarze Kunststoffboxen, ein großer Sack fürs Stativ und dazu jede Menge Koffer, Taschen, Rucksäcke. Wenn Fotografen und Filmleute reisen, stöhnen Gepäckträger. Der schwarze Dienstmann am JFK-Flughafen in New York jedenfalls schüttelt mit dem Kopf. Die spinnen, die Deutschen.

Doch die üppige Ausrüstung ist für diesen Anlaß angebracht. Der heißt "Coast to Coast". Ein USA-Klassiker: Von New York nach San Francisco auf dem Interstate 80 (I 80). Start am 17.3., Ankunft am 25.3. "So what", mögen Amerika-Kenner gelangweilt abwinken. "Ein alter Hut." Mag sein, wenn die rund 5800 Kilometer lange Strecke mit einem normalen Auto absolviert wird. Doch bei dieser Aktion geht es um eine noch junge Technik. Es geht um Verbrauch und Abgase. Es geht um R eichweite und Fahrspaß. Und es geht um Zuverlässigkeit. Kurzum: Es geht um die Zukunft des Autos.

Denn erstmalig soll ein innovatives Hybridmodell im direkten Vergleich mit starken V8-Benzinern beweisen, was es kann. Toyotas Luxusmarke Lexus schickt den brandneuen RX 400h gegen zwei Ami-Konkurrenten ins Rennen. Ein Ausdauertest von Küste zu Küste, vom Stau im Big Apple zu den endlosen Highways im mittleren Westen, über die verschneiten Rocky Mountains bis zur Golden Gate-Brücke am Pazifik. Wie schlägt sich der japanische Luxus-SUV mit seinem Antriebsmix aus einem V-Sechs-Otto- plus zwei E-Motoren gegen die Geländewagen-Saurier aus Detroit? Die Referenzmobile sind typische US-Brummer: Lincoln Navigator und GMC Yukon.

"Die Hybridtechnik wird immer wichtiger. Da hat sich Toyota einen großen Vorsprung vor der Konkurrenz erarbeitet", sagt einer, der es wissen muß. Projektleiter Frank Franke, weit- und weltreisender Fernsehjournalist aus Kronberg, hat den Testmarathon organisiert und ist gespannt, wie die deutschen Hersteller auf die Lexus-Hybridoffensive reagieren werden.

Passanten bleiben stehen und staunen

Das dreiköpfige Filmteam – bestehend aus Diana Seller, Guido Holz und Frank Witter – begleitet die Testfahrt für N24 und Spiegel-TV. Dazu kommt das Ärzteehepaar Adelheid und Martin Boerner, das während der Tour medizinische Untersuchungen zum Thema Konzentration, Ermüdung und Unfallgefahr plant. Außerdem an Bord: Peter Wandt von Toyota Deutschland sowie eine zweiköpfige AUTO BILD-Crew. Der in Los Angeles lebende Fotograf Volker Corell wird bis ins Ziel dabei sein, ich tausche meine Fahrersitz in Cheyenne (Wyoming) mit Ralf Bielefeldt.

Der erste Tag ist Prolog: Vor dem Hilton Hotel im Herzen Manhattans kriegt der Japaner seine Kriegsbemalung. Peter Wandt beklebt Motorhaube und Fondtüren mit USA-Karten, auf der die geplante Route eingezeichnet ist. Große Schriftzüge an Frontscheibe und Seitenschweller tragen die Modellbezeichnung: Lexus RX 400h. Ohne diese Zierde wäre er unscheinbar und kaum von einem normalen RX 300 (in USA RX 330) zu unterscheiden. Denn bis auf Bugspoiler und Typkennzeichen am Heck sind beide Modelle optisch identisch.

Passanten bleiben stehen, staunen und wünschen gute Fahrt. "Hey, ich fahre auch Lexus. Ein tolles Auto. Ich liebe es", ruft ein Anzugträger, der aussieht wie ein Wall Street-Broker. Typisch Ami: Als er erfährt, was unter der Haube steckt, ist er völlig begeistert und will eine Probefahrt. Sorry, da muß er sich gedulden. Verkaufsstart für den RX 400h ist in den USA am 15. April (in Deutschland im Juni). Nur wir dürfen schon jetzt hinters Lenkrad. Heute geht es los. Die Spannung steigt: Raus aus der hektischen Metropole, Kurs Westen, 745 Kilometer bis Cleveland. Dann gibt es endlich erste Fahreindrücke und Verbrauchswerte.

Wie die sind, folgt in Tagebuchfolge Nummer eins. Einen Vorgeschmack auf den Hybrid-Marathon liefern die Tagebücher über die Toyota Prius Challenge von Rovaniemi am Polarkreis nach Rom. 4300 Kilometer quer durch Europa. Pannenfrei. Hoffentlich wird das hier nicht anders.

Autor: Jörg Maltzan

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