Hyundai Getz

Hyundai Getz

— 24.07.2002

Korea-Polo zum Kampfpreis

Klein, aber gro in Form: Mit dem neuen Getz beweist Hyundai einmal mehr, dass Gutes nicht teuer sein muss.

Die Sportlichkeit hlt sich in Grenzen

Getz? Etwa der berhmte Jazzmusiker Stan Getz? Nein, nein. Hyundai spielt mit dem etwas schrgen Namen seines neuen Minis auf das englische "get it" an was so viel bedeutet wie "hol ihn dir". Mglich wird das ab dem 21. September 2002, wenn der Getz bei uns mit drei Benzinern an den Start rollt. Im Frhjahr 2003 vervollstndigt dann ein moderner Common-Rail-Diesel das Angebot. Den sparsamen, aber nicht spaarmen 1,5-Liter mit 82 PS kennen wir aus Accent und Matrix das Warten knnte sich lohnen.

Wobei die beiden von uns gefahrenen Benziner eine eher gemtliche Vorstellung lieferten, die weniger zu Vollgasorgien als zum Citybummel einldt. Der 82 PS starke 1,3-Liter wirkt mit seinen 117 Nm Drehmoment recht durchzugsschwach, kommt aus niedrigen Drehzahlen eher gemtlich in Fahrt und fordert nach beherztem Ausdrehen der Gnge. An Steigungen will der Dreiventiler auerdem frhzeitig zurckgeschaltet werden, was die gut gefhrte Fnfgangbox zum Glck nicht sabotiert.

Etwas mehr Begeisterung kommt beim 1,6-Liter mit immerhin 105 PS auf. Natrlich spurtet der Vierventiler sprbar besser als sein kleiner Bruder, von echter Sportlichkeit lsst sich hingegen wenig spren. Mglicherweise wurden unsere Testwagen aber auch durch ihre noch recht jungfruliche Laufleistung gehemmt.

Schnppchen im Kleinwagensegment

Wer auf Temperament ohnehin nicht viel Wert legt und einfach nur gut und gnstig unterwegs sein will, drfte den 1,1-Liter-Basismotor mgen. Den 63 PS geht zwar bei 148 km/h die Puste aus, dafr sollen 5,8 Liter auf 100 Kilometer reichen. Damit solche und lngere Strecken nicht zur Tortur werden, spendiert der 3,81 Meter lange Getz ein absolut vernnftiges Raumangebot. Vorn sitzen wir auf angenehmen Polstern recht luftig, hinten kneift es nur lange Kerls an Knie und Schulter. Als kleines Trostpflaser lsst sich die Neigung der Fondlehne aber verstellen. Im Heck bleiben recht bescheidene 254 Liter fr Koffer und Kinderkarre, als Clou fahren aber zweifach klappbare Fondsitze fr bis zu 977 Liter Stauraum mit. Echt riesig, der Kleine.

Und auch an Kleinkram wurde gedacht. Rechts und links schlucken Ablagefcher Einkufe oder Ersatzteile. Als gelungen darf auch die Fahrwerkabstimmung gelten. Ein guter Kompromiss zwischen sportlichstraff und komfortabel-weich. Die Federung lsst nur grobe Straenschden nach innen durch, trotz fehlendem ESP scheint das Fahrverhalten ohne Tcke genau wird dies der erste Test klren.

Fest steht dagegen schon jetzt, dass der Getz ein Schnppchen wird. Inklusive vier Airbags vorn, ABS, fnf Dreipunktgurtenl, Kopfsttzen, Servolenkung, E-Fensterhebern vorn und geteilt klappbaren Fondsitzen fhrt der dreitrige 1.1 fr nur 9890 Euro vor (Fnftrer 500 Euro Aufpreis). Gegenber dem 55-PS-Polo sparen Sie so ausstattungsbereinigt rund 2100 Euro was strt uns da der schrge Name?

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