Fahrbericht Hyundai i30 Fastback N

Fahrbericht Hyundai i30 Fastback N

Hyundai i30 Fastback N: Erste Fahrt

Jetzt gibt Hyundai richtig Gas!

N ist das neue M! Zwei Ex-BMW-Männer machen Hyundai heißer und schneller. Merken wir bald auch am neuen i30 Fastback N. Erste Fahrt!
Dann kachelst du im dritten Gang und mit 5000 Touren das Brünnchen runter, schaltest kurz vor Pflanzgarten in den Vierten, siehst Bäume links und rechts an dir vorbeifliegen und hast wenig später auf der langen Geraden von Döttinger Höhe über 200 Sachen drauf. Kann man ja mal machen mit seinem BMW oder schnellen Golf. Aber mit einem Hyundai? Oh, ja! Die Koreaner geben volle Pulle, haben vom Sport-Ableger des kompakten i30 N in nur einem Jahr 2957 Exemplare verkauft in Europa.

Auch das Fließheck wird es mit bis zu 275 PS geben

Neue Form: Mit dem Fastback bekommt der i30 N einen weiteren Ableger – und der rockt richtig.

Es gibt die Standard-Version mit 250 PS und die heiße mit 275, Differenzialsperre, Klappenauspuff mit zwei Endrohren, stärkerer Bremsanlage. Die meisten nehmen die, ist mit 32.200 Euro ja auch nur 2500 Euro teurer. Also im Vergleich richtig billig. 2019 gibt's den Korea-Kracher auch als Fastback, also das Fließheck. AUTO BILD dreht schon mal eine schnelle Runde auf der Nürburgring-Nordschleife. Und trifft die beiden, deren Volle-Pulle-Autos früher M hießen: Albert Biermann und Thomas Schemera kamen von BMW zu Hyundai. Der eine, Biermann, 2015, der andere, Schemera, folgte vor einem halben Jahr. Wir wollen wissen: Warum ausgerechnet zu Hyundai? Schemera: "Albert baut hier richtig was auf. Hyundai gibt uns unwahrscheinlich viel Freiheit, die wir so vorher nicht hatten, wir können eine Marke von Grund auf gestalten und verändern den Coolness-Faktor von Hyundai. So viele 20- bis 39-Jährige, die sich jetzt für ein N-Modell interessieren, kamen vorher nicht ins Autohaus."

Benzinjunkies bekommen bei Hyundai mittlerweile Gänsehaut

Keine Abstriche: Die Performance des Neuen lässt kaum Wünsche offen, Handling und Sound stimmen.

Jetzt also eine neue, weitere Hülle für die Rennsemmel aus Namyang. Die Hyundai-Stadt in Korea und der Nürburgring stehen übrigens Pate für das N in der Typenbezeichnung. Ergibt ja irgendwie auch Sinn, denn in der Eifel entwickeln sie die Fahrspaß-Garantie, die AUTO BILD schon zu Ausdrücken wie "Bäm! Wow! Yeah!" animiert hat. Auch beim Fastback sind Handling top, Grip gewaltig, Sound fabelhaft, wenn der Turbo-Vierzylinder beim Zurückschalten Zwischengas gibt, es aus dem Auspuff knallt, dass Benzinjunkies Gänsehaut bekommen. Diese Geilheit lieben wir. Boxenstopp für ein weiteres Schwätzchen mit den Ex-BMW-Männern. AUTO BILD: "Das kleine SUV Kona ist hart geworden, das DSG schaltet eher unentschlossen. Welche Schwächen sehen Sie bei Hyundai noch?" Biermann: "Den Kona wollte ich so straff, er sollte der kleine SUV-Flitzer werden. Aber wir arbeiten an den Feinheiten, das ist ein komplexer Prozess." Schemera: "Wir arbeiten auch an der Materialanmutung im Innenraum. Da muss Hyundai noch zulegen. Das wird schnell gehen, dafür sind wir ja da. Wir hatten noch nie so einen Spirit."
Hyundai gibt volle Pulle. Weil zwei Deutsche auf dem Gaspedal stehen. Auch, was das ganze Drumherum angeht. Schemera: "Wir wollen den Kunden Events auf der Rennstrecke anbieten. Was wir in Sachen Driving Experience bei BMW gemacht haben, ziehen wir auch hier gnadenlos durch." Und dann sitzt du plötzlich neben Ex-Formel-1-Fahrer Gabriele Tarquini im Rennserien-Auto i30 TCR, enge Schalensitze, Überrollkäfig, kachelst noch viel schneller über die Piste, schwitzt und klammerst dich am Stahlträger des Käfigs fest. Und du denkst: Mensch, Hyundai. Das darf doch alles nicht wahr sein!
Andreas May

Andreas May

Fazit

Aus dem Showroom auf die Rennstrecke! Hyundai zeigt mit dem i30 N, wie man einen Kompakten zur Rakete macht, die trotzdem im Alltag nicht nervt. Der Fastback wird der Sportler für alle, die auf Fließheck stehen.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen