Hyundai in Paris 2008

Hyundai in Paris 2008 (Update II) Hyundai in Paris 2008 (Update II)

Hyundai in Paris 2008

— 25.09.2008

Die Show vor der Show

Hyundai zeigt schon jetzt fünf Neuheiten der Paris Motor Show. Allen voran: der Getz-Nachfolger i20 und die zugehörige Start-Stopp-Studie i20 blue. Außerdem in Paris: ix55, Santa Fe Hybrid und Genesis.

Wenige Tage vor dem Pariser Salon 2008 rollt Hyundai schon mal seine Messestars ins Rampenlicht. Bei einer exklusiven Preview im Designcenter in Rüsselsheim haben die Koreaner europäischen Journalisten gezeigt, was ab dem 2. Oktober 2008 alle Welt bestaunen soll. Und das ist alles andere als normal. Denn was solche Termine angeht, gaben sich Koreaner in der Vergangenheit eher zugeknöpft wie eine alte Jungfer. Fünf Neuheiten standen jetzt im Rampenlicht. Die wichtigste für Hyundai ist ohne Zweifel der neue i20. Der Nachfolger des erfolgreichen Getz, der sich in Europa immerhin 200.000 Mal verkauft hat, steht ab Januar 2009 bei den Händlern. Ein optisch gelungener, modern gezeichneter Kleinwagen aus der Feder von Chefdesigner Thomas Böckle, gebaut wie der kleine Bruder i10 in Indien. Mit 3,94 Meter Länge übertrifft der i20 den Getz um mehr als zehn Zentimeter, außerdem wird der Neue künftig ausschließlich als Fünftürer angeboten. Seine Konkurrenten heißen Toyota Yaris, Opel Corsa oder auch Ford Fiesta und Fiat Punto. Und genau von denen will der i20 auch Kunden klauen. 40 Prozent der Käufer sollen von den etablierten Herstellern erobert werden. Vier Diesel (ab 90 PS) und drei Benziner (ab 78 PS) stehen zur Auswahl, ESP ist stets an Bord, ebenso ein CD-Radio mit MP3-Anschluss. Preise nannte Hyundai noch nicht.

Auf dem Weg in eine saubere und sparsame Zukunft

Im Januar 2009 kommt der i20. Vier Diesel und drei Benziner stehen zur Auswahl. ESP und CD-Radio mit MP3-Anschluss sind Serie.

Wir schätzen, dass es bei rund 11.000 Euro losgehen wird. Als Vorbild zum Thema Umwelt eignet sich der i20 noch nicht. Dieselpartikelfilter gibt es zum Start nur für den 1,6 Liter, der gefilterte 1,4 Liter folgt erst ab Oktober 2009. Noch ein bisschen später startet der i20 blue, der hier als Konzept gezeigt wurde. Er wird mit Start-Stopp-Funktion und weiteren bekannten Sparmaßnahmen allerdings erst 2010 erwartet. Hyundai verspricht für den 1.4 CRDi mit 90 PS einen Verbrauch von 3,75 Liter Diesel, was einem CO2-Ausstoß von 99 Gramm pro Kilometer entspricht. Der erste Blaumann dieser Art soll im ersten Frühjahr 2009 der i30 blue sein. 2009 startet auch Hyundais erster Serien-Hybrid, der Elantra, allerdings vorerst nur in Asien. Zunächst nur für den US-Markt plant Hyundai ab 2010 eine Hybrid-Version des Santa Fe. Angetrieben wird das rund 100 Kilo schwerere SUV von einem 2,4-Liter-Benziner mit 156 PS und einem 41-PS-Elektromotor, der seine Energie aus einer Lithium-Polymer-Batterie (270 Volt) zieht. Versprochener Verbrauch: 6,2 Liter (148 g CO2/km), Spitze 170 km/h.

Ein Schnäppchen unter den großen Burschen

Im ix55 kommt ein neu entwickelter 3.0 V6 CRDi mit 240 PS zum Einsatz, der 9,4 Liter Sprit verbrauchen soll.

Mit dem bitteren Beigeschmack, irgendwie zur falschen Zeit auf die Welt zu kommen, wird im Mai 2009 der ix55 bei uns auftauchen, der ebenfalls auf dem Pariser Salon steht. Ein durchaus stimmiger X5/ML/Touareg-Konkurrent, der in den USA unter dem Namen Veracruz verkauft wird. Immerhin wird der Koreaner im Gegensatz zu Leidensgenossen aus Japan (Mazda CX-7, Nissan Murano) von Anfang an mit einem Diesel-Aggregat starten. Ein neu entwickelter 3.0 V6 CRDi mit 240 PS und Sechsgang-Automatik soll den Verbrauch im akzeptablen Rahmen halten: 9,4 Liter im Mix. Auf dem Bewerbungsschreiben des 4,84 Meter langen SUV steht vor allem die üppige Ausstattung: sieben Sitze, wovon sich die hinteren fünf komplett wegklappen lassen, Leder, Sitzheizung, elektrische Sitze, und, und, und. Rund 40.000 Euro dürfte der ix55 kosten und damit ein echtes Schnäppchen unter den großen Burschen sein. Das neue Selbstbewusstsein der Koreaner trägt er jedenfalls genau so zur Schau wie der Genesis. Die stattliche Limousine mit Designanklängen an S-Klasse und 5er soll zunächst in den USA gegen BMW, Lexus und Mercedes punkten.

Für eine weitere Imagepolitur wäre so eine rollende Visitenkarte mit allem Schnickschnack sicher auch bei uns eine Überlegung wert. In Amerika gibt es den Hecktriebler mit 3,3- und 3,6-Liter-V6  (248 und 290 PS) sowie einem 4,6-Liter-V8 mit 360 PS. Am Chromgrill des Showcars verzichten die Koreaner übrigens aufs Hyundai-Signet. Man munkelt, das könnte ein  erstes Anzeichen dafür sein, dass Hyundai eine Luxusdivision nach Vorbild von Lexus oder Infiniti plant. Ganz schön selbstbewusst.

Autor: Tomas Hirschberger

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