Peter Schreyer

Hyundai: Neuer Chefdesigner

— 14.01.2013

Schreyer kann auch Hyundai

Nächster Karriereschritt für Peter Schreyer: Der Chefdesigner von Kia leitet künftig auch das Designzentrum von Hyundai. Synergie ist das Stichwort.

(dpa) Die Design-Visionen des südkoreanischen Autokonzerns Hyundai Motor Group sollen künftig die Handschrift des früheren Kreativchefs von Audi und VW, Peter Schreyer, tragen. Der weltweit fünftgrößte Autohersteller legte am 13. Januar 2013 die Leitung der Designzentren von Kia Motors wie auch des größeren Schwesterunternehmens Hyundai Motors in die Hände des Deutschen. Seit seinem Weggang von VW vor fünf Jahren war Schreyer bereits Chefdesigner bei Kia. Schreyer sei zum Präsidenten des Bereichs Design ernannt worden, hieß es. Die Gruppe wolle damit ihre "Ressourcen optimieren und Synergien zwischen beiden Marken herstellen".

Hintergrund: Peter Schreyer wird Kia-Firmenpräsident

Von dem Deutschen erwartet Hyundai, dass er die Strategien zur Unterscheidung beider Marken künftig zementiert. Dabei sollen die Richtungen beider Unternehmen erhalten bleiben. Bisher hatten beide Herstellern jeweils ihren eigenen Chefdesigner. Der südkoreanische Konzern, der auch von VW schon länger als einer der gefährlichsten Konkurrenten gesehen werden, will mit Schreyer vor allem sein internationales Markenprofil weiter schärfen. "Schreyer bringt reichhaltige Erfahrungen beim Design von der globalen Autoindustrie ein und hat ein tiefes Verständnis der Hyundai-Motor-Gruppe", wurde der Vizevorsitzende der Entwicklungszentren, Yang Woon Chul, zitiert. Diese Qualitäten würden dabei helfen, Hyundai und Kai zu den global führenden Autoherstellern zu machen.

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Erst Ende Dezember 2012 war Schreyer bei Kia als erster Ausländer zu einem von drei Firmenpräsidenten befördert worden. Schreyer war früher leitender Designer bei VW wie auch davor bei Audi. Unter anderem war er für die Gestaltung des ersten Audi TT und des Golf IV verantwortlich. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hatte erst vor kurzem in einem Interview auf eine Frage zu seiner Personalpolitik gesagt, der nicht von ihm verantwortete Weggang von Designer Schreyer zu Kia sei ein Fehler gewesen: "Ihn hätten wir nicht gehen lassen sollen." Der Absatz von Hyundai-Kia ist zuletzt stetig gewachsen, vor allem auch in Europa. Konzernchef Chung Mong Koo hatte Anfang Januar als Ziel für 2013 ausgegeben, weltweit 7,41 Millionen Autos abzusetzen. Das wäre im Jahresvergleich ein Anstieg von 4,1 Prozent.

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