Hyundai Santa Fe (2018): Test, Preis, Ausstattung, Motoren

Hyundai Santa Fe (2018): Test, Preis, Ausstattung, Motoren

Das ist der neue Santa Fe

Hyundai zeigt den neuen Santa Fe: Das Familien-SUV ist größer geworden und trägt das neue Familiengesicht. AUTO BILD ist es schon gefahren!
Vorstellung
Innenraum
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Ausstattung
Motoren

Vorstellung: Santa Fe komplett neu entwickelt

Die Form des neuen Santa Fe ist ans Design des Hyundai Kona angelehnt.

Hyundai hat den neuen Santa Fe vorgestellt, der noch 2018 auf den Markt kommt. Der seit 2012 gebaute aktuelle Santa Fe erhält für das Modelljahr 2018 einen komplett neu entwickelten Nachfolger. Er basiert auf dem kürzlich aufgefrischten Kia Sorento und wird deshalb etwas größer. Die Front des SUVs reiht sich jetzt optisch bei den anderen aktuellen Hyundai-Modellen ein. Sas Design wurde insgesamt vom kleineren Kona inspiriert. Der Santa Fe misst 4,8 Meter in der Länge und 1,9 Meter in der Breite. Der längere Radstand verspricht mehr Platz im Innenraum. Insgesamt soll das SUV komfortabler geworden sein. Optional ist ein selbstregulierendes Fahrwerk erhältlich, das immer die gleiche Bodenfreiheit sichern soll.

Preis wird beim Einstiegsmodell leicht steigen

Hyundai hat bereits angedeutet, dass das neue Modell etwas teurer wird als das Alte, somit wahrscheinlich 32.000 Euro kosten wird. Die aktuelle Generation startet bei 31.490 Euro. Insgesamt will Hyundai sein SUV-Angebot deutlich ausbauen. Daher kommen zwischen 2018 und 2020 zwei weitere neue Modelle auf den Markt. Seine Premiere hat der Santa Fe auf dem Genfer Autosalon (08. bis 18. März 2018).

Autosalon Genf 2018: Die wichtigsten Auto-Neuheiten

Innenraum: Dritte Sitzreihe nur für Kinder geeignet

Das Infotainmentsystem wird über einen freistehenden Touchscreen bedient.

Im Innenraum des SUVs kontert Hyundai Hightech-Komponenten mit einfachen Materialien. Das erste digitale Cockpit und das erste Head-up-Display der Marke stehen einer Hartplastik-Landschaft gegenüber, die unter all dem Lack und Leder überdauert hat. Doch viel wichtiger sind ohnehin die üppigen Platzverhältnisse. Kein Wunder, schließlich hat der Santa Fe sieben Zentimeter Länge gewonnen (4,77 Meter) und nun gute fünf Zentimeter mehr Radstand (2,77 Meter) – dadurch können Passagiere in der zweiten Reihe bequem sitzen. Dazu ist die Sitzbank verschiebbar, auch die Neigung der Lehnelässt sich verstellen. Neben der Sitzheizung gibt es hinten auch zwei USB-Buchsen und eine 220-Volt-Steckdose. Die Klappsessel in Reihe drei sind jedoch nur für kleinere Kinder geeignet. Erfreulicher ist da der Kofferaum mit einem Grundvolumen von 625 Litern, dessen Klappe sich elektrisch öffnet. Die hochwertigeren Versionen des Santa Fe haben ein modernes Infotainmentpaket an Bord, das Hyundais neuestes Navigationssystem AVN 5.0 beinhaltet. Die einfacheren Ausstattungen verfügen über ein ebenfalls freistehendes Siebenzoll-Display. Alle Varianten verfügen über Apple CarPlay und Android Auto. Die beheiz- und kühlbaren Sitze sollen den Komfort erhöhen. Die hochwertige Soundanlage passt mit steigender Geschwindigkeit automatisch die Lautstärke an.

Gebrauchtwagensuche: Hyundai Santa Fe

Fahren: Der Fahrspaß bleibt auf der Strecke

Die Abstimmung von Fahrwerk und Lenkung ist auf den amerikanischen Geschmack zugeschnitten.

AUTO BILD ist den neuen Santa Fe schon gefahren! Während sich Hyundai mit dem neuen Santa Fe rührend um die Familie kümmert, fühlt sich der Fahrer fast ein wenig vernachlässigt. Denn so richtig viel Spaß will am Steuer des koreanischen SUV-Flaggschiffs nicht aufkommen. Jedenfalls nicht bei den Autos, mit denen wir in Korea die ersten Kilometer zurückgelegt haben. Die Abstimmung ist sehr komfortbetont, und die Lenkung dürfte vor allem US-amerikanischen Fahrern gefallen – immerhin die größte Kundengruppe. Auch vom Antrieb selbst darf man keine Wunder erwarten: Der gefahrene Zweiliter-Diesel mit 182 PS ist jedenfalls eher von der gemütlichen Sorte, ein dienstbereiter Dauerläufer für die Langstrecke, der es aber bei Start und Vollgas eher langsam angehen lässt. Denn so gut die neue Achtgangautomatik auch sein mag und so schnell sie die Gänge auch wechselt – trotz 397 Newtonmeter Drehmoment ist der Santa Fe nicht so leicht aus der Reserve zu locken. Für den Sprint auf Tempo 100 gönnt er sich gepflegte 10,0 Sekunden, und bei Vollgas reicht es für gerade mal 201 km/h Spitze. Deshalb ist das SUV aber kein schlechtes Auto, sondern fährt im Grunde genauso, wie man es von einer Familienkutsche erwartet: gelassen, gemütlich, ohne großen Nervenkitzel. Außerdem ist es im Santa Fe flüsterleise, weil Wind und Motorenlärm gut gedämmt sind. Und wer ein bisschen mehr Spaß will, der kann auf eine wirkungsvolle Charakterregelung vertrauen. So wird nicht nur die Lenkung schärfer und die Gasannahme sportlicher: Der neue Allradantrieb HTRAC variiert auch seine Kraftverteilung mit den insgesamt fünf Fahrprogrammen – vom reinen Frontantrieb im Eco-Modus über 20 Prozent für die Hinterachse (Komforteinstellung) bis hin zu maximal 50 Prozent fürs Heck im sportlichen Setup. Bis zum Marktstart wollen die Koreaner die Abstimmung des Santa Fe auf der Nordschleife des Nürburgrings nachjustieren. Dort soll der Wagen in den kommenden Wochen so geschliffen werden, dass nicht nur die Familie zufrieden ist, sondern auch der Fahrer seinen Spaß hat.

Ausstattung: Neue Assistenzsysteme

Die Basismotorisierung ist ein 2,4 Liter großer Vierzylinder.

Die Fahrassistenzsysteme werden bei Hyundai unter dem Begriff "Smart Sense" zusammengefasst. Inbegriffen ist beispielsweise der weiterentwickelte Querverkehrswarner, der während des rückwärtigen Ausparkens bei drohender Kollision vor herannahenden Fahrzeugen warnt und den neuen Santa Fe selbstständig abbremsen kann. Der Safety Exit Assist verriegelt die Türen, wenn sich ein Fahrzeug von hinten nähert. So können Unfälle beim unbedachten Öffnen der Tür verhindert werden. Im neuen Santa Fe ist, laut Hersteller weltweit zum ersten Mal, der Rear Occupant Alert verfügbar: Das beim Parken aktive Schutzsystem verfügt über einen Ultraschallsensor und erkennt Bewegungen auf den hinteren Sitzplätzen. Der Fahrer wird visuell und akustisch auf Personen hingewiesen, die sich im Fahrzeug befinden. So kann zum Beispiel bei besonders hohen Temperaturen ein Warnsignal daran erinnern, dass Personen oder Tiere nicht im Wagen zurückgelassen werden sollten.

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Motoren: Achtgangautomatik beim Santa Fe serienmäßig

Für den Santa Fe sind ein Benzin- und ein Dieselmotor lieferbar. Der 2,4 Liter große Basisbenziner mit vier Zylindern und ohne Aufladung leistet 185 PS. Die wichtigste Neuheit ist der 2,2 Liter große Turbodiesel. Der Selbstzünder entwickelt 200 PS. Alle Motoren sind an ein neues Automatikgetriebe mit acht Stufen gekoppelt.

Hyundai Santa Fe (2018): Test, Preis, Ausstattung, Motoren

Autoren: Elias Holdenried, , Timo Gohler

Stichworte:

SUV Allradantrieb

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