Hyundai in New York

Studie Hyundai Nuvis Studie Hyundai Nuvis

Hyundai-Studie Nuvis in New York

— 08.04.2009

Lebende Maschine

Der Nuvis ist vor allem ein Spielplatz der Designer. Das Crossover der besonderen Art präsentiert Hyundai als Studie auf der Automesse in New York. Der koreanische Hersteller zeigt damit auch den Hyundai von morgen.

Nu' wissen wir endlich, wie Flügeltüren an einem Hyundai aussehen. Doch mehr noch hat das Konzeptauto Nuvis, das die Koreaner auf der New York International Auto Show (10. bis 19. April) zeigen, unter seinen ausladenden Fittichen versteckt. Vieles davon werden wir in zukünftigen Hyundai -Generationen wieder entdecken. Wenn vielleicht auch nicht die horizontal angeschlagenen Öffnungsklappen, so doch sicher viele Aspekte äußeren Erscheinungsbilds. Dabei haben sich die Träumer vom California Design Center einiges einfallen lassen. "Unser Ziel war es, eine lebende Maschine zu kreieren, immer in Bewegung, mit dem Fahrer und Passagiere eins werden", fabuliert der Designchef John Krsteski. Es gebe keine einzige Linie an dem Konzeptauto, die still steht. Was auch immer das heißt.

"Groß, stark und beschützend"

Wichtiges Stilelement sind die großen Flügeltüren des koreanischen Viersitzers.

Lebendige Kraft von fließendem Wasser soll die Form des doch recht seriennah wirkenden Autos ausdrücken, und hierfür nahmen die Designer Bootsrümpfe bei Seegang, aber auch Schneewehen sowie den plötzlichen Windstoß im Geäst eines Baumes zum Vorbild. Beim Nuvis soll der kräftige Windstoß von einem Hybridmotor kommen, der gerade auf dem Autosalon in Seoul vorgestellt wurde. Kern des Antriebs ist ein rund 40 PS starker Elektromotor, selbstverständlich sind Start-Stopp-Automatik, regenerative Bremsen und Lithium-Ionen-Akku Teil der High-Tech-Ausrüstung. Soviel zur Hardware – buchstäblich Teil der weichen Faktoren ist zum Beispiel die Proportionen von Nuvis; "groß, stark und beschützend". Durch den Einsatz von versteckten Streben sowie Spiegelglas scheint das Dach über dem Auto zu schweben – behauptet zumindest Hyundai.

Innenraum mit Fluss-Design

Der Nuvis soll ein Crossover zwischen "großem Stadtauto" und "Premium Lieferwagen" sein.

Die Karosserie soll nach gebürstetem Aluminium aussehen und so den Premium-Anspruch des Nuvis unterstreichen. Es wird eben ein Auto für "die vielfältigen Interessen eines aktiven, modernen Paares", dichtet die Hyundai-Pressemitteilung. Dazu grätscht es zwischen einem "großen Stadtauto" und einem "hochwertigen Lieferwagen". Wer sich das hellgraue Innere dieses Lieferanten anschaut, vermag kaum Transportkapazitäten außerhalb des Handschuhfachs entdecken. Dafür gibt eine "kühle, in blauer Acrylfarbe gehaltene Mittelkonsole" zu bestaunen, das aussehen soll wie ein Fluss. Auch der Fußboden, durch den sich krumme blaue Lichtbänder ziehen, soll Assoziationen eines Wasserlaufs hervorrufen. Vier handgearbeitten Pilotensitze laden zum Hineinfläzen ein.

Akkus unter dem Kofferraum

Im Heck schließlich verbirgt sich der Teil des Fahrzeuges, der ihn zum Lieferwagen machen soll: die Ladefläche. Sie ist relativ klein, denn im Gegensatz zu vielen anderen zeitgenössischen Elektro-Studien trägt der Nuvis seine Akkus nicht unter der Fahrgastzelle, sondern jenseits der Hinterachse. Immerhin wird dadurch die Ladekante einseitig abgesenkt. Zur Ergänzung des Elektroantriebs sieht Hyundai einen 2,4 Liter großen Verbrennungsmotor vor. Gefahren werden kann das Fahrzeug im reinen Elektro-Modus, nur mit Benzinmotor oder auch im kombinierten Betrieb. Dieses Antriebskonzept will Hyundai mit der nächsten Sonata-Generation in den USA am Markt vorstellen.

Autor: Roland Wildberg

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