Hyundai Tucson

Hyundai Tucson Hyundai Tucson

Hyundai Tucson

— 19.07.2004

Der Preiskrieger

Neuer Knüller aus Korea: Mit dem Kompakt-SUV Tucson greift Hyundai ganz selbstbewusst an. 18.390 Euro sind eine echte Kampfansage.

Gute Qualität muss kein Vermögen kosten

Es ist mal wieder so weit. Da kommt ein neues Auto aus Korea, und wir reiben uns die Augen. 18.390 Euro für einen brandneuen Geländewagen – oder, auf Neudeutsch, einen SUV. Kann das gut gehen? Zunächst ein bisschen Nachhilfe. Diese modernen Allradler kommen immer mehr in Mode. Sie sind praktisch, weil man viel einladen kann, und wir sitzen schön hoch für gute Übersicht. Der Trend kam (mal wieder) aus den USA und Japan. Von deutschen Herstellern sind fast nur fette und teure Brocken zu haben.

Dass es auch einige Nummern kleiner und keineswegs schlechter gehen kann, beweist eindrucksvoll Hyundai. Tucson heißt der neue Kompakt-SUV zum Dumpingpreis. Wer jetzt an Wyatt Earp und Doc Holiday denkt, liegt gar nicht so falsch. Denn auch dieses Modell ist wie schon der Santa Fe nach einer alten Western-Stadt in Arizona benannt. Aus gutem Grund: Die Koreaner wollen auch diesen SUV vor allem in Amerika gut verkaufen. Dass er auch bei uns beste Chancen hat, liegt nicht nur am Preis. Denn was Hyundai auf die Räder gestellt hat, ist wirklich ein verdammt gutes Angebot.

Für besagte 18.390 Euro gibt es einen Zweiliter-Benziner mit 141 PS und Frontantrieb. Das ist kein Nachteil, denn vier angetriebene Räder sind nur selten wirklich nötig. Die Ausstattung ist komplett: sechs Front-Airbags, ABS, 16-Zoll-Aluräder, E-Fenster, Dachreling, Zentralverriegelung, Nebelleuchten – alles ab Werk. Wie schon bei anderen neuen Modellen beweist Hyundai auch beim Tucson, dass gute Qualität und saubere Verarbeitung kein Vermögen kosten müssen.

Der Diesel arbeitet sanft und zurückhaltend

Die Karosserie wirkt solide, das Interieur hochwertig und praktisch zugleich. Die Sitzposition stimmt, die Funktionalität ist bestens. Und mit einem Handgriff klappt die Rückbanklehne (geteilt) vor, schafft eine ebene Ladefläche. Jetzt stehen 805 Liter Ladevolumen zur Verfügung (sonst 325 Liter). Neben dem aggressiv gepreisten Basismodell ist vor allem der Diesel interessant. Bei ersten Testfahrten überzeugte der Zweiliter-Common-Rail-Vierzylinder mit gleichmäßiger Kraftentfaltung und vorbildlicher Laufruhe. Es gibt wohl kaum einen anderen Diesel-SUV, der so sanft und zurückhaltend arbeitet. Die 113 PS sind keine Wucht, reichen für den Alltag aber völlig aus. Nächstes Jahr folgt ein stärkerer Euro 4-Diesel.

Dazu ist die Lenkung direkt, das Fahrwerk angenehm straff und dennoch komfortabel abgestimmt, dass selbst Holperpisten ihren Schrecken verlieren. Der Allradantrieb ist bei alldem nicht zu spüren. Kein Wunder, denn meist ist auch der 4WD mit Frontantrieb unterwegs. Nur wo nötig (auf der Wiese, im Gelände), werden bis zu 50 Prozent der Kraft automatisch an die Hinterachse geleitet (Lamellenkupplung). Wenn es mal dicke kommen sollte, kann dazu per Tastendruck am Armaturenbrett auf starren Durchtrieb (50:50) geschaltet werden. Ein einfaches, aber sehr effektives System.

Das gibt es auch bei den Koreanern natürlich nicht gratis. 24.290 Euro kostet der CRDi mit Allradantrieb (2WD: 21.290 Euro) inklusive Klimaanlage, Bordcomputer und ESP (ab Dezember). Das sind gut 2000 Euro weniger, als Rivale Toyota für den vergleichbaren RAV4 verlangt. Und als Bonbon bietet uns Hyundai im Tucson noch einen 175-PS-Sechszylinder mit Automatik. Für sensationelle 25.890 Euro. Womit sie auch in diesem Punkt für Furore sorgen.

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