Hyundai Veloster 1.6: Fahrbericht

Hyundai Veloster Hyundai Veloster

Hyundai Veloster 1.6: Fahrbericht

— 01.04.2011

Kerniges Korea-Coupé

Der Hyundai Veloster belebt das fast vergessene Segment der günstigen Kompakt-Coupés. Der erste Fahrbericht zeigt: Handling, Straßenlage und Komfort sind voll auf der Höhe der Zeit.

Günstige Coupés mit Fahrspaß-Garantie und Hingucker-Optik? Da können Sie lange suchen. Puma, Tigra und CRX sind mausetot, TT und Co spielen in einer anderen (Preis-)Liga. Höchste Zeit also für ein neues Charakter-Coupé zum kleinen Preis. Eines wie der Hyundai Veloster, der ab Juli 2011 als rund 22.500 Euro teurer Verführer an den Start geht. Der Veloster ist ein Dreitürer – eine Tür links, zwei Türen rechts, dazu eine große Heckklappe mit Panoramaverglasung. Das sieht fetzig aus, erhöht den Anpressdruck an der Hinterachse und verbessert die Sicht durch den Innenspiegel. Im Gegensatz zum Mazda RX-8 ist im Veloster auch die hintere Tür vorn angeschlagen. Ein Blick in den Fond erklärt, warum. Die Sitze sind klein, die Bein- und Kopffreiheit auf asiatisches Bonsai-Maß abgestimmt, die Einstiegsluke ist unten so schmal, dass man ab Schuhgröße 33 kaum eine Chance hat. Als bequemer Zugang zum zusätzlichen Stauraum sowie als Kinder- und Kleintierklappe hat die dritte Tür jedoch durchaus ihre Berechtigung.

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Das Veloster-Cockpit ist kein asiatischer Einheitsbrei, sondern stilvolle Maßarbeit mit großen Rundinstrumenten, griffigem Multifunktionslenkrad und guter Ergonomie. Fahrer und Beifahrer haben gefühlt sogar mehr Platz als im Kombi i40. Unter der Haube schnurrt ein 1,6-Liter-Sauger mit 140 PS, der mit einem lang übersetzten Sechsgang-Schaltgetriebe verblockt ist. Die Fahrleistungen sind ordentlich: 0 auf 100 km/h in 9,8 Sekunden, Spitze 201 km/h. Start-Stopp (Aufpreis) drückt den Verbrauch von 6,2 auf 5,6 Liter pro 100 Kilometer. Der knallgelb lackierte Testwagen ließ reihenweise Daumen nach oben schießen. Doch der Fahrer kommt auch ohne Szenenapplaus auf seine Kosten, denn der Veloster liegt satt auf der Straße, kennt kaum Traktionsprobleme, verzögert prompt, ist nicht zu straff gefedert und überzeugt durch sein neutrales Handling. Die Lenkung arbeitet direkt, das Getriebe leichtgängig und präzise, die stoische Stabilität lässt sich auch durch Seitenwind und Längsrillen kaum beirren. Aber es kommt noch viel besser – 2012 startet der Veloster Turbo mit 175 PS und einem Doppelkupplungsgetriebe.

Technische Daten Hyundai Veloster 1.6: Vierzylinder, vorn quer • vier Ventile pro Zylinder • Hubraum 1591 cm3 • Leistung 103 kW (140 PS) bei 6300/min • max. Drehmoment 167 Nm bei 4850/min • Vorderradantrieb • Sechsganggetriebe • Tankinhalt 50 l • 0–100 km/h 9,8 s • Spitze 201 km/h • EU-Mix 6,2 l Super/100 km • CO2 142 g/km • Preis: circa 22.500 Euro.
Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Klar, die dritte Tür ist nur ein netter Gag. Dennoch erweist sich die kompakte Coupé-Formel nach koreanischem Rezept als erstaunlich runde Sache. Von wegen Hyundai ist braver und langweiliger als Kia – der Veloster beweist das Gegenteil. 

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