IAA 2003 offiziell eröffnet

IAA 2003 offiziell eröffnet

IAA 2003 offiziell eröffnet

— 12.09.2003

Festredner und verwirrte Hunde

Die Internationale Autoausstellung öffnet ihre Tore für die Besucher. Der Bundeskanzler kam, und ein Bombenalarm sorgte für Aufregung.

Mit neuen Produkten den Markt beleben

Die deutsche Automobilindustrie geht hoffnungsvoll in das Jahr 2004. "Ich bin zuversichtlich, dass wir mit unseren neuen Produkten dazu beitragen können, den Markt im letzten Quartal dieses Jahres wieder zu beleben und für 2004 wieder größere Segel zu setzen", sagte Bernd Gottschalk, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), bei der Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung.

Auch Festredner Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) äußerte die Hoffnung, dass "wir ein nächstes Jahr kriegen mit besseren Geschäften als in der Vergangenheit". Nach Ansicht Schröders gibt es Zeichen, dass die wirtschaftliche Stagnation nach drei Jahren noch 2003 überwunden werden könnte. Der Kanzler zeigte sich zudem zuversichtlich, dass auch die Kaufzurückhaltung in Deutschland überwunden werden könne. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Reformmaßnahmen der Agenda 2010 durch Bundestag und Bundesrat gebracht würden und zudem dafür gesorgt werde, dass es mit dem Vorziehen der Steuerreform von 2005 auf 2004 im nächsten Jahr "einen solchen Push" gebe, "dass die Wachstumserwartungen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern Realität werden".

Die von der Bundesregierung eingeleiteten Reformen in Sozial- und Gesellschaftspolitik seien nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa von Bedeutung. Bei den Reformen in der Europäischen Union komme der Bundesrepublik eine Schlüsselrolle zu. Es sei, so Schröder, sein Wunsch, dass die Obacht für die industrielle Produktionsstruktur genauso wichtig genommen werde wie die Frage nach der Integration der Finanzmärkte oder die Frage des Erhalts der natürlichen Ressourcen.

Bombenalarm am Messebahnhof

VDA-Chef Gottschalk bezeichnete 2004 als "Schicksalsjahr". Alles schaue, ob Deutschland noch reformfähig sei. Deshalb sei jede Initiative, die dem Standort Deutschland helfe, Sozialsysteme wieder sicherer zu machen, willkommen - "ob aus der Regierung oder der Opposition". Ohne die Reform des Arbeitsmarktes ("Auch Mehrarbeit darf kein Tabu sein") und der Sozialsysteme sowie eine finanzielle Entlastung der Verbraucher werde es keinen nachhaltigen konjunkturellen Aufschwung geben.

Gottschalk: "Von einem sich selbst tragenden Aufschwung sind wir noch weit entfernt. Die Verunsicherung der Bürger sitzt tief." Die Automobilindustrie könne zwar das "Zugpferd" für einen Aufschwung sein, allerdings müsse die Politik die Weichen stellen. "Seit fast vier Jahren geht der deutsche Automarkt zurück, und das hat etwas mit den Rahmenbedingungen zu tun. Reformstillstand und Wachstumsschwäche sind zwei Seiten einer Medaille", sagte Gottschalk.

Der erste Fachbesuchertag in Frankfurt hatte mit beträchtlicher Aufregung begonnen. Nach einem vermeintlichen Sprengstofffund an der S-Bahn-Station Messe wurden sowohl die Haltestelle als auch eine Straße für knapp zweieinhalb Stunden gesperrt. Tausende kamen zu spät zur Arbeit, auch bei der Bahn kam es zu erheblichen Verspätungen. Zwei Sprengstoff-Spürhunde hatten bei einer Routinekontrolle an einem Fahrkartenautomaten Alarm geschlagen. Experten des Bundesgrenzschutzes, die den Automaten untersuchten, fanden aber keinen Sprengstoff. Ein "undefinierbarer Geruch" habe die Hunde getäuscht, hieß es.

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