IAA 2011: Messerundgang – die Alltagsautos

IAA 2011: die Helden des Alltags IAA 2011: die Helden des Alltags

IAA 2011: Messerundgang – die Alltagsautos

— 13.09.2011

Die Helden des Alltags

Schluss mit dem Stochern im Nebel der Auto-Zukunft: autobild.de zeigt, die Autos, die nach der IAA wirklich zu den Händlern kommen. Die Autos für jeden Tag!

"Zukunft serienmäßig" steht neben den vielen Blubberbläschen im Logo der IAA 2011. Nett gemeint, aber eben auch nicht mehr. Was wirklich zählt, ist die Frage, was private und gewerbliche Autokäufer schon heute serienmäßig für ihr Geld bekommen. Die hübschen Studien und Konzeptfahrzeuge verschwinden nach der Messe wieder in Museen und Entwicklungsabteilungen. Übrig bleiben die Fahrzeuge, die in den nächsten Jahren das Straßenbild bestimmen sollen – und es im besten Fall auch werden. Unsere Helden des Alltags. Die Weltpremieren der Autos für jeden Tag.

Alle News und Highlights: Zum IAA-Spezial

Kleiner mit großer Strahlkraft: Der neue Up beherrscht den VW-Messestand.

Die sind vor allem klein, erschwinglich, technisch anspruchsvoll und tragen große Namen. Zumindest, wenn es nach Fiat und Volkswagen geht. Bei Fiat traut man sich mit dem nächsten Panda mehr als selbstbewusst aus der Deckung. Warum auch nicht, immerhin wird der Vorgänger seit neun Jahren gebaut (2003 bis heute). Klein, praktisch, genügsam, günstig. So soll's sein. Und so wird's bleiben. Ein paar Zentimeter mehr, ein neues frisches Würfel-Design und als Technik-Highlight ein Bremsassistent für die Stadt, der bis 30 km/h selbstständig in die Eisen geht. Kostenpunkt fürs Basismodell: garantiert unter 9000 Euro. Warum? Weil's beim Panda Tradition hat. Und weil Konkurrent VW den neuen Up für unter 10.000 Euro anbietet. Das Basismodell des Zitat "Einzigen Volkswagens seiner Klasse" ist dann zwar ärmlich ausgestattet, der Panda verwöhnt als Kassenmodell aber auch nicht mit Massagesitzen und Klimaautomatik. Ein Duell auf Augenhöhe also? Unbedingt!

Was gibt's wo? Hier geht es zu unserem IAA-Messeführer!

Polarisierendes Design: Die neunte Ausgabe des Honda Civic zeigt sich schräg gezeichnet.

Zwei Nummern größer wird's für alle spannend, die in der Golf-Klasse nicht zwangsläufig zum ewigen Volkswagen greifen wollen. Honda schickt die neunte Generation des Civic ins Rennen. Vorne irgendwie zahmer, dafür hinten noch, sorry, "spezieller" – präsentiert inmitten quietschbunter Farbröhren. Kann einem gefallen, muss aber auch nicht. Ist am Ende eh egal. Civic-Kunden wissen, worauf sie sich einlassen und mögen den Look abseits des Mainstreams. Wichtig: drunter steckt ein super-solides Auto, das ab Januar 2012 aerodynamischer, geräumiger und sparsamer (alle Motoren mit Start-Stopp) zu den Händlern kommt. In Sachen Solidität sollte der Hyundai i30 dem Civic nicht nachstehen – bei gleichzeitig deutlich massenkompatiblerem Design. Einziger Nachteil: Der Koreaner kommt erst im März 2012 zum Händler. 1:0 für Japan.

Noch mehr Platzbedarf? Dann sollten Sie mal bei Opel vorbeischauen. Da wartet der Zafira Tourer darauf, direkt von der Messe zu den Opel-Dealern zu rollen. Ein großer Familien-Opel mit futuristischem Säbelzahn-Kühler, Start-Stopp-Motoren und allen Technik-Highlights (Bremsassistent, Verkehrszeichen-Erkennung), die mit Insignia und Astra Einzug in die Opel-Welt gehalten haben.  Auf Schnäppchenjagd im Familien-Segment? Dann nix wie ab zum Fiat Freemont. Sehr amerikanisch, sehr groß, sehr gut ausgestattet und mit einem Basispreis von 25.990 Euro auch sehr günstig.

Bisschen umweltfreundlicher darf's schon sein? Kein Problem. Peugeot lässt mit 508 RXH und 3008 Hybrid4 gleich zwei fix und fertige Dieselhybride. Der eine, ein schicker Lifestyle-Mittelklasse-Kombi (508 RXH), der andere ein braver Vielsitzer für die Familie. Hybrid-Pionier Toyota baut unverdrossen die Prius-Familie aus. Den Ur-Prius gibt's jetzt auch als Plug-In-Version für Tankstopps an der Steckdose. Das Problem: die zu erwartenden rund 30.000 Euro Grundpreis.

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