IAA 2013: Volkswagen Konzernabend

IAA 2013: Volkswagen Konzernabend

— 09.09.2013

VW elektrisiert ... ein bisschen

Alles wie gehabt: VW lässt es auf dem Konzernabend vor der IAA mächtig krachen und inszeniert sich als Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Ein schönes Ziel – aber noch lange nicht Realität.

Video: VW-Konzernabend

Volkswagen feiert sich!

Typisch: Der VW e-Golf kommt für ein Elektroauto nicht nur reichlich spät auf den Markt, er ließ am Vorabend der IAA 2013 auch das Publikum bei der großen Volkswagen-Show warten. Vier neue E-Mobile waren beim großen Konzernabend angekündigt, auf die Bühne rollten aber erst mal nur drei: der Porsche Panamera SE Hybrid, der A3 e-tron Plug-in Hybrid und der Cityflitzer VW e-Up. Mitten in der Präsentation der übrigen Modelle surrte der Nachzügler-Golf dann doch noch in die Halle. Mit einem Augenzwinkern könnte man so ein gewisses Maß an Chaos natürlich noch sympathisch finden. Es passt aber nicht wirklich zu dieser perfekten Inszenierung eines Industrie-Giganten, der bis 2018 der weltweit größte Autohersteller sein will.

Porsche 918 Spyder: IAA 2013

Porsche 918 Spyder Porsche 918 Spyder Porsche 918 Spyder

Porsche 918 Spyder

Um auch elektrotechnisch ganz vorne zu sein, schult Volkswagen in den nächsten Jahren 70.000 Mitarbeiter zum Thema E-Mobilität. Beim traditionellen Konzernabend vor der IAA feierte dann auch eines der größten Hybrid-Highlights seine Premiere, der Porsche 918 Spyder: V8-Motor mit 608 PS, gestützt von zwei Elektromotoren unterm Strich sogar 887 PS. Etwas Exotik brachte der Audi nanuk quattro concept, ein Crossover-Showcar mit V10 TDI-Motorisierung, das einen bissigen Namen aus dem Inuit-Vokabular mit sich herumträgt: Nanuk heißt Eisbär. Volkswagens britische Tochter Bentley fuhr mit dem neuen Continental V8 S vor: Im Vergleich zum alten V8 mit mehr Power (528 PS), mehr Drehmoment und mehr Endgeschwindigkeit. In 4,5 Sekunden sprintet der V8 S auf 100, erreicht ein Top-Speed von 309  km/h.

Audi nanuk quattro concept: IAA 2013

Audi nanuk quattro concept Audi nanuk quattro concept Audi nanuk quattro concept

VW e-load Up

Ganz und gar bodenständig wirkte daneben Skoda. Bei der Präsentation des Rapid Spaceback ging es weder um glamouröses Design noch Pferdestärken. Sondern ganz einfach um Qualität und viel Auto für einen erschwinglichen Preis. Die größte Überraschung war sicher der kleinste unter den Neuheiten: Der e-load Up von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Ein Micro-Lieferwagen für die City, der vollkommen elektrisch läuft. Heißt: kein CO2-Ausstoß, also voll einsetzbar in Umweltzonen, ein Kubikmeter Stauraum und umklappbarem Beifahrersitz.

VW e-Up (IAA 2013): Neue Infos

VW e-Up VW e-Up VW e-Up

Porsche Panamera SE Hybrid

Sparen in der Luxusliga? Das geht. Mit dem Porsche Panamera SE Hybrid, der immerhin 36 Kilometer elektrisch fährt. Mit dem Audi A3 e-tron Plug-in Hybrid könnte Volkswagens Schritt in Richtung Umweltfreundlichkeit ebenso klappen, der wird aber wohl erst 2014 vom Band rollen. Geradezu vorbildlich mutet daneben der VW e-Up an. Der kostet zwar satte 26.900 Euro, fährt aber dank eines Verbrauchs von 11,7 Kilowattstunden für nur drei Euro 100 Kilometer weit. Ähnlich steht es beim e-Golf (3,28 Euro pro 100 Kilometer). Schade nur, dass er so spät kommt.

IAA 2013: Volkswagen Konzernabend

Autor:

Viktoria Dümer

Fazit

Die auf der IAA 2013 opulent angepriesene Elektro-Strategie von Volkswagen hat einen Haken: Warten und Wachstum passen nicht immer zusammen. Vor allem dann nicht, wenn man die Weltherrschaft anstrebt.

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