IAA: Kommentar
IAA 2017 präsentiert von Audi IAA 2017 präsentiert von Audi Advertisement Advertisement

IAA 2017: Kommentar

— 16.09.2017

Wenn Facebook Mercedes trifft

Sex, dreckige Wäsche und Bildung: Die me Convention von Mercedes bringt Farbe auf die leicht angestaubte IAA. Automessen müssen sich ändern!

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'Was erwarten Sie von der IAA?'

Es geht um Sex, dreckige Wäsche und Bildung, wenn Facebook mit Mercedes spricht. Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg und Mercedes-Chef Dieter Zetsche haben im Rahmen der me Convention (15. bis 17. September) auf der IAA gezeigt, wohin die Reise geht: Soziale Netzwerke, Tech-Giganten und Automobilindustrie wachsen zusammen. Doch nicht alle Hersteller haben den Trend erkannt. Wer durch die Hallen der IAA geht, begegnet mindestens zwei Welten. Neben klassischen Auto-Ständen mit viel glänzendem Blech rücken auch immer mehr Zulieferer wie Bosch oder ZF in den Vordergrund. Außerdem findet parallel die New Mobility World statt, mit innovativen Start-up-Unternehmen, Mobilitätsanbietern wie Moovel und Tech-Größen wie IBM. Sie zeigen, was im Auto und um das Blech herum passiert.

Die Zukunft muss erlebbar werden – für alle

Warum sie dann nicht auf den Ständen der Autohersteller zu finden sind, um dort mehr Informationen zu den Fahrzeugen zu bieten, ist nicht nachvollziehbar. Auch hier geht Mercedes einen entscheidenden Schritt, holt das Start-up-Unternehmen what3words auf seinen Stand, damit seine Mitarbeiter erklären, wie zukünftig das Comand-Navi mit nur drei Worten bedient werden kann. Erklärungen, die auch die Besucher der IAA brauchen, weil sie nämlich nicht in die meisten neuen Fahrzeuge und erst recht nicht in die Studien kommen. Doch gerade da drin wird die Zukunft erlebbar, etwa, wenn man mit dem neuen Audi A8 so einfach kommuniziert wie mit Siri oder Google. Das Unternehmen Nuance hinter der Sprachsoftware hat aber seinen Stand in der Halle über der von Audi. Wenn die Autoindustrie zukünftig anschaulich vermitteln will, welch Wandel mit dem autonomen Fahren und den damit verbundenen Möglichkeiten im Fahrzeug auf uns zukommen, dann müssen sich ihre Auftritte auf Automessen ändern. Und die Produkte werden auch dadurch nicht verständlicher, wenn man als Hersteller der Messe fernbleibt.

IAA Frankfurt 2017: Highlights

Fotos: Daimer AG

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