Chinesische und deutsche Flagge

IAA: China Day

— 23.09.2011

Deutsche Marken boomen in China

In China werden 2011 voraussichtlich erstmals mehr deutsche Autos zugelassen als in Deutschland. Ihr Marktanteil in China liegt derzeit bei fast 20 Prozent.

Beim China-Day auf der IAA stand – natürlich – der wachsende chinesische Automarkt im Fokus der Expertengespräche. Überraschende Erkenntnis: 2011 werden dort voraussichtlich zum ersten Mal mehr Neuwagen deutscher Marken zugelassen als in Deutschland. "China ist damit einer der wichtigsten Märkte der deutschen Automobilindustrie – und wird immer wichtiger", sagte der stellvertretende VDA-Chef Kay Lindemann. Die deutschen Hersteller haben in China derzeit einen Marktanteil von fast 20 Prozent. "Während vor zehn Jahren erst 600.000 Fahrzeuge in China produziert wurden, sind es heute 11,3 Millionen Einheiten – Tendenz steigend", so Lindemann. Allein 2010 stieg die Pkw-Produktion der deutschen Hersteller in China um 44 Prozent auf 1,8 Millionen Wagen an. Damit ist China mittlerweile der größte Produktionsstandort der deutschen Hersteller außerhalb Deutschlands.

Überblick: Alle Neuheiten auf der IAA 2011

Beispiel Mercedes: Die Stuttgarter konnten ihren Absatz in China zwischen 2005 und 2010 von 17.000 auf 147.000 Fahrzeuge steigern. Vor zehn Jahren habe das Unternehmen 0,3 Prozent der Fahrzeuge in China verkauft, 2010 lag der Anteil schon bei zwölf Prozent, so Björn Hauber von Mercedes-Benz China. "China ist enorm dynamisch. Dieses Wachstum zu planen ist nicht einfach, weil die Prognosen nicht eindeutig sind. Wir werden 2011 sicher das Vorjahresniveau sehr deutlich übertreffen." Hauber sieht in China noch erhebliches Potenzial gerade für Premiumhersteller. Um den Erfolg im chinesischen Markt fortzusetzen, müsse die lokale Produktionsbasis weiter gestärkt werden. Das Händlernetzwerk werde derzeit im Wochenrhythmus ausgebaut. Zudem sei die Gewinnung von guten Mitarbeitern unverzichtbar.

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Doch mit den Autos kommt auch die Luftverschmutzung. Um das Problem in den Griff zu bekommen, versucht die Regierung  strengere Abgasstandards durchzusetzen. Zudem hätten sich die Chinesen das Ziel gesetzt, vom Verbrennungsmotor direkt zur Elektromobilität überzugehen, sagte Gerhard Nowak, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Management Engineers in China. Allerdings herrsche in der chinesischen Regierung derzeit Ernüchterung über die Fortschritte der eigenen Unternehmen bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen.

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