Die Highlights der IAA Nutzfahrzeuge

IAA Nutzfahrzeuge 2014: Messerundgang

— 23.09.2014

Die Highlights der IAA 2014

Transformer Optimus Prime, Mercedes Future Truck und getunte Vans – das sind die Stars der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover.

Nutzfahrzeuge sind auch große Spielzeuge. Deswegen ist auf der IAA Nutzfahrzeuge 2014 auch ein bisschen Platz zum Rumspinnen: Männer in Anzügen bleiben plötzlich stehen, zücken Fotohandys aller Art und machen glückselig lächelnd Selfies. Zum Beispiel mit dem Original-Truck aus "Transformers 4": Der Western Star 5700 OP mit blau-roter Flammenlackierung ist der Liebling aller Kameralinsen. Auf Knopfdruck sagt der beeindruckende Lastwagen mit donnernder Roboterstimme: "My name is Optimus Prime!"

Büroarbeit beim Fahren ist im Future Truck 2025 kein Problem

Fährt bei Bedarf auch alleine: Der Mercedes Future Truck 2025 macht Büroarbeit auf der Bahn möglich.

Der Anführer der "Autobots" passt auch thematisch zu einem prominent platzierten Ausblick in die Zukunft: Der Future Truck 2025 von Mercedes-Benz wirkt ebenfalls wie gerade einem Science-Fiction-Film entstiegen. Pulsierendes blaues Licht an der gesamten Fahrzeugfront erinnert an das Leuchtdiodenband von K.I.T.T. und zeigt gleichzeitig, dass sich der Lastwagen im autonomen Fahrmodus befindet. Bis zu 80 km/h sind mit dem Highway-Pilot-System möglich, während der Fahrt könnte der Fahrer so zum Beispiel Büroarbeit erledigen oder Telefonkonferenzen führen. Dieser Fokus auf Komfort und Vernetzung ist ein Trend, dem sich auch viele andere Aussteller verschrieben haben: Nutzfahrzeuge gibt es nicht nur in Weiß mit nacktem Blech im Inneren, sondern sie können auch optisch etwas hermachen. Dafür steht Ford mit seinem Transit Connect im Hot-Wheels-Design genauso wie die aufgemotzten Mercedes-Transporter von Hartmann Tuning.

Fast alle Hersteller erproben alternative Antriebe

Schneller wieder mobil: Die Batterie des e-NV200 soll in 30 Minuten zu 80 Prozent geladen werden können.

Nissan greift das Komfort-Thema auf und verbindet es mit einem weiteren Mobilitätstrend: Alternative Antriebe. Im Konzeptfahrzeug e-NV200 sitzen die Promis wie in einer Limousine weit hinten auf weichem Leder, fahren aber vollkommen emissionslos. Die Batterie soll in 30 Minuten auf 80 Prozent der Kapazität geladen werden können, eine entsprechende Schnelladestation vorausgesetzt. Ebenfalls vollelektrisch ist der Fuso Canter. 110 kW leistet der Motor, zurzeit läuft eine einjährige Versuchsreihe mit acht Fahrzeugen in Portugal, die Aufschlüsse über die Großserientauglichkeit geben soll. Am Stand von Volvo blitzen schon die Aufkleber der Hamburger Hochbahn durch einen Seidenvorhang. Der bis zu zehn Kilometer vollelektrisch fahrende Omnibus soll auf der Hamburger Innovationslinie 109 eingesetzt werden. An den Endhaltestellen warten spezielle Schnellader, die den Bus in sechs Minuten wieder voller Strom pumpen. Falls die Reichweite doch nicht ausreicht, ist auch ein Dieselmotor als Range Extender mit an Bord. Am Mittwoch (24. September 2014) wird der 7900 Electric Hybrid enthüllt, genau wie der neue Fiat Doblo, der noch bis zum Ablauf des Countdowns abgedeckt bleibt. Gleiches gilt für den neuen Transporter aus Fernost: Hyundai stellt seinen H350 vor.

Im Wettstreit um den stärksten Truck liegt Volvo vorne

Ganz dickes Ding aus Skandinavien: Der Volvo FH16 750 ist derzeit der stärkste Lastwagen am Markt.

Die Ingenieure der führenden Lkw-Hersteller liefern sich ein stetiges Wettrüsten, was die PS-Zahlen angeht. Im Moment liegt dabei Volvo vorn. Der FH16 750 ist der PS-stärkste Lastwagen auf dem Markt. Der Modellname verrät: Aus 16 Litern Hubraum kommen 750 Pferdestärken und bis zu 3550 Newtonmeter Drehmoment. Konkurrent Scania allerdings liegt nur knapp dahinter, der R730 V8 ist der einzige aktuell erhältliche Achtzylinder, der die strenge Euro-6-Abgasnorm erfüllt. Für manchen Trucker ist die Frage nach der Zahl der Zylinder auch eine Prestigefrage, und im Lastwagen-Quartett sticht der R730 damit alle anderen aus. 3500 Nm Drehmoment sind natürlich auch eine echte Hausnummer. Aber nicht jeder Hersteller stürzt sich ins PS-Rennen: MAN beschränkt sich bei der neuen TGX-Reihe auf Reihensechszylindermotoren zwischen 360 und 560 PS, jedoch bei zum Teil deutlich geringeren Hubraum: 10,5 bis 15,2 Liter stehen auf dem Datenblatt, trotzdem werden Drehmomentwerte von 1800 bis 2700 Nm garantiert.

Autor: Jonathan Blum

Stichworte:

IAA Nutzfahrzeuge

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung