IAA-Studie R-D6

Jaguar R-D6 Jaguar R-D6

IAA-Studie R-D6

— 10.09.2003

Jaguar für die Katz?

Wieder macht Jaguar uns den Mund wässrig. Mit der Studie R-D6 zeigen uns die Briten ein knackiges Alu-Coupé. Nur eine Showeinlage?

Schön sieht er aus, der R-D6, erinnert irgendwie an die legendären XK-Modelle aus den 50ern. Leider ist das Coupé bislang nur eine Studie. Wieder einmal. Denn schon der rassige F-Type (Detroit 2000) wurde genauso verworfen wie vor zwei Jahren das R-Coupé (stand auf der IAA 2001).

Und nun kommt, wie die Engländer stolz verkünden, "der kompakteste Jaguar-Viersitzer aller Zeiten". Das komplett aus Aluminium und Verbundwerkstoffen gefertigte Coupé misst nur 4,33 Meter, ist damit kürzer als ein Porsche Carrera, soll aber Platz für vier bieten. Für den leichteren Einstieg sind dafür die hinteren Türen hinten angeschlagen. Wie beim neuen Mazda RX-8. Seitlich dagegen die Heckklappe. Wie damals beim Jaguar E-Type.

Knappe Überhänge und mächtige 21-Zoll-Räder sorgen beim R-D6 für einen muskulösen Auftritt. Wer meint, dazu würde wunderbar ein geschmeidiger V8 passen, irrt. Ein Diesel-V6 verrichtet die Antriebsarbeit. Der Common-Rail-Motor (2,7 Liter) wurde von Ford gemeinsam mit PSA entwickelt und wird im kommenden Jahr auch im S-Type eingebaut. Für den R-D6 leistet er als Biturbo 230 PS und satte 500 Newtonmeter Drehmoment. Das soll laut Jaguar reichen, um in sechs Sekunden die Tempo-100-Marke zu erreichen und danach weiter in Richtung Höchstgeschwindigkeit von 248 km/h zu eilen.

Innen geht es diesmal nicht zu wie in einem britischen Country-Club, sondern eher kühl und technisch. Kein Wunder bei schwarzem Leder, schwarzem Walnussfurnier und poliertem Aluminium. Hoffen wir, dass der R-D6 nicht wieder nur eine Showeinlage von Jaguar ist, sondern bald auch auf der Straße fährt.

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