Illegale Scheibenputzer

Illegale Scheibenputzer

— 21.06.2007

Schmieriges Geschäft

In Berlin ärgern sich immer mehr Autofahrer über illegale Scheibenputzer an roten Ampeln. Die Polizei kann allerdings nur wenig tun.

In Berlin klagen Autofahrer vermehrt über Belästigungen durch illegale Scheibenreiniger. Die Putzkolonnen lauern überall dort, wo der Verkehr steht – meist an großen Ampelkreuzungen. Nicht die Dienstleistung an sich, sondern das zusehends aggressive Vorgehen der straff organisierten Gruppen sorgt in der Hauptstadt derzeit für Ärger. So reichen Kopfschütteln oder abweisende Handzeichen meist nicht aus, um die Scheibenputzer von ihrem Tun abzuhalten. Ist das Werk vollbracht, werden die Autofahrer mit aufgehaltener Hand zum Zahlen genötigt. Wer sich weigert, wird mitunter beschimpft oder an der Weiterfahrt gehindert.

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Nach Erkenntnissen der Polizei sind in dem schmierigen Gewerbe nicht mehr wie früher nur jugendliche Punks tätig, sondern vor allem osteuropäische Großfamilien, die selbst ihre minderjährigen Kinder auf die Straße schicken. Außerdem haben sie regelrechte Alarmierungsketten aufgebaut. Strategisch günstig postierte Gangmitglieder warnen per Pfeifen vor der anrückenden Polizei. Ausrichten können die Ordnungshüter ohnehin nicht viel: Strafrechtlich relevant sind die Putzattacken nur dann, wenn eine Bedrohung, die Anwendung von Gewalt oder ein Eingriff in den Straßenverkehr vorliegt.

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