Im C3 durch Portugal

Reisebericht Portugal Citroën C3 Reisebericht Portugal Citroën C3

Im Citroën C3 durch Portugal

— 23.10.2007

Portwein, Stockfisch und viel mehr

Portugal – Gastgeber der Fußball-EM 2004 und Heimat des Portweins, mehr fällt vielen nicht ein zum Nachbarland Spaniens. Dabei ist es eine echte Urlaubs-Perle, auch oder gerade im Herbst.

Die Portugiesen halten sich nicht an Tempolimits. Auf Autobahnen wird statt der erlaubten 120 km/h lustig losgebrettert. Wessen Tachonadel weniger als 140 Sachen anzeigt, der scheint humorlos zu sein. Auch mein Gasfuß juckt, doch ich lasse mir Zeit und fahre artig angepasst. So kann ich mehr von dem schönen, unberührten Land sehen. Kilometerweit nichts als Kiefernwälder, Weinberge, Seen und Flüsse. An jeder Straßenecke zufrieden wirkende Einheimische, die ihrer täglichen Feldarbeit nachgehen, irgend etwas Leckeres verkaufen oder einfach nur eine ausgedehnte Siesta abhalten. Siesta – nicht mit mir! Die engen, kleinen Straßen laden zum kurvigen Cruisen ein. Serpentinen-Fetischisten kommen hier voll auf ihre Kosten. Nach entspannter Fahrt mit einem kugeligen Citroën C3 beziehe ich mein Feriendomizil – ein kleines Häuschen im Bergdorf Povoa Dao im Nordosten Portugals.

Wer Einsamkeit und Abgeschiedenheit sucht und sich erholen will, ist hier goldrichtig. Dazu bietet die portugiesische Küche in dieser Region jede Menge Schmackhaftes. Weltmeisterlich: süßes Gebäck in allen erdenklichen Formen und Farben. Wer in Portugal Urlaub macht, muss unbedingt "Natas" (cremige Vanille-Törtchen) oder "Ovos Moles", eine Mixtur aus Eigelb und Zucker in hauchdünner Oblade, probieren. Weniger süß, aber auch ein Muss: Stockfisch (Bacalhau), Spanferkel nach Barraida-Art (da können sich selbst die Schweinebraten-Meister in Bayern noch etwas abgucken) und der äußerst köstliche Frischkäse. Und der portugiesische Wein ist längst kein Geheimtipp mehr!

Lissabon lebt, Porto enttäuscht

Herrlich! Wie hier in Aveiro sind die Häuserfassaden vieler portugiesischer Städte mit wunderschönen bunten Kacheln kunstvoll verziert.

Wer nach dieser Völlerei ein wenig Abwechslung und Trubel sucht, sollte Lissabon anfahren. Ich brauche das nach drei ruhigen Tagen in meinem kleinen Dörfchen, setze mich in den frechen Franzosen und bin nach zwei Stunden in der Haupstadt. Und die lebt und bebt: An jeder Ecke erschallt die landestypische Fado-Musik und Straßenverkäufer bieten allerhand Gaumenfreuden an, wie zum Beispiel lecker duftende heiße Maronen für ein paar Cent. Zudem prägen viele historische Bauwerke aus der Zeit der Seefahrer, die mit äußerster Liebe zum Detail gebaut wurden, das Stadtbild. Besonders sehenswert: Das Hieronymitenkloster im Stadtteil Belem, wo die Grabstätte von Vasco da Gama besichtigt werden kann. Abends sollte man unbedingt eine der zahlreichen gemütlichen kleinen Bars besuchen, die oft nicht viel größer sind als Omas Speisekammer. Das Gläschen Port in der Rechten, den Blick über den Tejo schweifen lassen – Welt, lass dich umarmen! Ebenfalls sehenswert sind die lebhaften Universitätsstädte Aveiro oder Coimbra, die für die EM wunderschön herausgeputzt wurden und davon nach wie vor profitieren. Besondere Hingucker: Die schicken kleinen Häuschen in den Zentren, deren Fassaden komplett gekachelt sind.

Die nächste Station, Porto, ist leider eine Enttäuschung. Die Stadt hat mit der Lage am Atlantik und dem imposanten Fluss Douro ungeheures Potenzial, doch scheinen hier eindeutig die Gelder zu fehlen. Porto erstickt teilweise im Dreck und zerfällt zusehends. Die Bausubstanz ist einzigartig, doch ohne Pflege und Renovierungsarbeiten an den Häusern sieht es an vielen Ecken äußerst düster aus. Klar, auch hier gibt es nette Ecken, aber der Großteil der Stadt ist grau und schmutzig. Leider. Ein Abstecher in die Metropole lohnt sich trotzdem, denn hier – und zwar nur hier – wird der Portwein hergestellt. Den probiere ich auch flugs und düse nach zwei Tagen Stadbummel wieder zurück in mein Domizil, um mich dem Angeln zu widmen. Gefangen habe ich nichts, doch die Bachforelle vom Grill gibt es auch im Restaurant nebenan. Nach einer traumhaften Woche geht es zurück in die Hansestadt Hamburg. Fazit: Wer günstig Urlaub machen und sich prächtig erholen möchte, ist in der Nebensaison in Portugal sehr gut aufgehoben.

Infos zu dieser Reise: Ein schickes kleines Ferienhaus in Nordportugal (Region Dao) gibt es ab 220 Euro pro Woche. Hier erfahren Sie mehr darüber. Günstige Flüge nach Porto und Faro (ab 1 Cent plus Steuern) bietet zum Beispiel Ryanair an.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.