Fahrradstraße in Freiburg

Immer mehr Fahrradstraßen

— 29.04.2014

Städte sperren Autos aus

Die Städte reagieren auf den Fahrrad-Boom – und wandeln immer mehr Straßen in reine Fahrradstrecken um. Viele Autos müssen draußen bleiben.

Der Hamburger Bezirk Nord prüft der­zeit, sieben Straßen in Fahrradstraßen umzuwandeln – darunter die Bellevue an der berühmten Außenalster. Nur noch Anwohner dürften nach dem Umbau dort Auto fahren. "Die Erreichbarkeit wird deutlich eingeschränkt", so Christoph Ploß. Der CDU-Bezirksabgeordnete kriti­siert zudem, dass Parkplätze wegfallen würden: "Die sind ohnehin schon Mangelware."
Fahrrad-Urteil: Mitschuldig ohne Helm

Bundesweit mehr als 200 Fahrradstraßen

Online-Voting

'Was halten Sie von Fahrradstraßen?'

Bundesweit reagieren Städte auf den stei­genden Anteil des Radverkehrs am ge­samten Verkehrsaufkommen. In München etwa stieg die Radverkehrs­quote von sechs Prozent im Jahr 1996 auf 17,4 Prozent im Jahr 2011. Die bayerische Landeshauptstadt hat rund 50 Straßen zu Fahrradstraßen umgebaut, allein die Hälf­te davon im vergangenen Jahr. Bundes­weit existieren nach Schätzungen mehr als 200 Fahrradstraßen. Auf diesen Stre­cken dürfen Fahrräder nebeneinander fahren. Andere Fahrzeuge dürfen sie nur nutzen, wenn Zusatzzeichen das erlauben – dann aber mit be­sonderer Rücksicht auf die Radler und mit höchstens 30 km/h.
Shared Space: Gut geteilter Raum

"Fahrradstraßen sind eine gute Möglichkeit, ein durchgängiges Radwegenetz zu schaffen", sagt Stephanie Krone vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Wichtiger aber noch seien aus Sicht des Verbands der Ausbau breiter, gut gepflegter Fahrradspuren und mehr sichere Abstellplätze.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen