Indianapolis 500
— 27.05.2008Schnell, schön, sauer
Die Schöne wird zum Biest: Nach der Kollision beim Indy 500 konnte sie, wie schon in Milwaukee, nur mit Mühe von Streckenposten eingefangen werden. Da war der Sieg von Scott Dixon fast Nebensache.
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Als sich Patrick, die vor einigen Wochen als erste Frau ein Rennen der Indy-Car-Serie gewonnen hatte und vom ganz großen Triumph im berühmten "Nudeltopf" träumt, wieder ein bisschen beruhigt hatte, entschuldigte sie sich für ihren Gefühlsausbruch. "Ich bin halt ein sehr emotionaler Mensch“, sagte sie. Die Schuld für den Unfall gab sie aber dennoch Briscoe, der ihrer Meinung nach aus seiner Box nur auf die innere Fahrbahn und nicht bis auf ihre äußere Linie hätte fahren dürfen. "Es war vorhersehbar, was passiert“, meinte Patrick, der Honda bereits einen Formel-1-Test abgeboten hat. Briscoe fühlte sich unschuldig. "Sie hatte noch genug Platz, um außen an mir vorbeizufahren", sagte der "Aussie", der zum Zeitpunkt des Crashs in der 171. von 200 Runden ebenfalls in den Top 10 lag.
Patrick gab allerdings ehrlich zu, dass es für den großen Triumph wohl auch ohne den Unfall nicht gereicht hätte. "Ich weiß nicht, ob wir schnell genug gewesen wären. Aber wir hätten sicher unter die besten Fünf kommen können", sagte die Amerikanerin, die 2005 den Indy-Triumph ganz knapp verpasst hatte und nach Benzinmangel kurz vor Schluss nur Vierte geworden war: "Es ist nur sehr schade, denn wir haben uns den ganzen Monat den Arsch abgearbeitet." Dixon, der von der Pole Position gestartet war und in einem Rennen mit vielen Zwischenfällen und insgesamt 18 Führungswechseln am Ende mit 1,7 Sekunden Vorsprung vor dem Brasilianer Vitor Meira sowie dem Amerikaner Marco Andretti gewann, war überwältigt von seinem Erfolg. "Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, aber ich zeige meine Emotionen nicht so offen", meinte der Neuseeländer, der wie Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen aus Finnland den Spitznamen "Iceman" trägt.
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