Indy 500: Gegen diese 32 Fahrer fährt Alonso

Indy 500: Alonsos Siegchancen

— 24.05.2017

Wer gewann von Startplatz fünf?

Fernando Alonso geht von Platz fünf in das legendäre Indy 500. Sieben Mal in 100 Jahren gewann ein Pilot von dieser Ausgangslage – zuletzt 1996.

Sieben Mal in 100 Rennen hört sich auf den ersten Blick nicht unbedingt erfolgsversprechend an. Aber: Nur von den Plätzen eins, zwei und drei ist die Siegwahrscheinlichkeit höher. Fernando Alonsos Traum, das älteste aller Autorennen zu gewinnen, ist daher gar nicht so unwahrscheinlich. Ein Sieg von Startplatz fünf – das schaffte als erstes Johnnie Parsons 1950. Der US-Amerikaner aus Los Angeles profitierte dabei vom Abbruch in Runde 138 von 200, weil Regen einsetzte. Dazu kommt: Sein Kurtis-Kraft-Team entdeckte im über 250 PS starken Offenhausen-Motor einen Riss im Block. Zwar soll der Schaden relativ gering gewesen sein, ein möglicher Ausfall war aber nicht auszuschließen. Weil das Indy 500 damals auch WM-Status hatte, ist Parsons, dessen Sohn Johnny Parsons ebenfalls IndyCar-Fahrer wurde, der erste amerikanische WM-Rennsieger. Ein Formel-1-Fahrer war nicht mit von der Partie, obwohl WM-Punkte verteilt wurden. Giuseppe Farina meldete sich zwar in einem Maserati, tauchte aber nicht auf. Verpasst hat der draufgängerische Italiener nichts: Kein Maserati-Fahrer konnte sich fürs Rennen qualifizieren – obschon mit Bill Vukovich ein späterer Indy-500-Doppelsieger am Steuer saß.

1964 siegte AJ Foyt von Startplatz fünf. Es war ein historischer Sieg, weil zum letzten Mal sich ein Fahrer durchsetzte, der einen so genannten Roadster pilotierte – ein Fahrzeug mit Frontmotor (Watson-Offenhauser). Eigentlich stellte Lotus längst die schnellsten Rennwagen. Aber die Piloten wurden von Reifenschäden geplagt. So verlor auch Formel-1-Star Jim Clark das Rennen, der von der Pole-Position losbrauste. Foyt dagegen musste nicht einen Reifenwechsel durchführen lassen.

Auch Villeneuve siegte von Platz fünf

Fernando Alonso ist durchaus ein Siegkandidat

Al Unser schaffte gleich zwei Siege von Startplatz fünf.  1971 im Colt-Ford, 1978 im Lola-Cosworth. 1971 war Unser dabei der bis heute einzige Fahrer, der an seinem Geburtstag das Indy 500 für sich entscheiden konnte. Anfangs wechselte er sich an der Spitze immer wieder mit Joe Leonard ab, doch die letzten 83 Runden gab er den Platz an der Sonne nicht mehr ab. 1978 musste er länger zittern: Weil beim letzten Boxenstopp sein Frontflügel verbogen wurde, stimmte die Balance seines Fahrzeugs im Schlusssprint nicht mehr. Tom Sneva kam in Siebenmeilen-Stiefeln näher, war am Ende aber noch acht Sekunden hinter Unser – das knappste Finale bis dato beim Indy 500.

1982 wurde das getoppt: Gordon Johncock setzte sich mit seinem Wildcat-Cosworth um 0,16 Sekunden gegen Rick Mears durch. Die beiden lieferten sich ein rundenlanges Duell, das die Massen faszinierte. 1982 wurde außerdem ein bis heute gültiger Rekord aufgestellt: Mit Don, Bill und Dale Whittington starteten drei Brüder beim Indy 500. Sie fuhren dabei mit March-Rennwagen ihres eigenen Whittington-Brothers-Team.

Jacques Villeneuve gelang 1995 ebenfalls der Sieg von Startplatz fünf. Mehr noch: Der Kanadier hatte zwischenzeitlich sogar zwei Runden Rückstand! Doch mit Glück und einer guten Strategie gelang ihm ein Geniestreich. Profitierend dabei auch von der Disqualifikation Scott Goodyears, der bei gelber Warnflagge das Safety-Car überholt hat.
Der bisher letzte Fahrer, der das Indy 500 von Rang fünf gewonnen hat, fährt heute noch mit: Buddy Lazier. Es war ein denkwürdiges Jahr: Das Fahrerfeld war wegen der Aufsplittung der IndyCar in Indy Racing League und ChampCar stark geschwächt. Die meisten Topteams bleiben vorerst noch in der ChampCar, fuhren am selben Tag das US-500 in Michigan, das aber mit einem Massencrash noch vor dem Start symbolisch für den Absturz der gesamten IndyCar-Szene stand. Auch der IRL ging es nicht besser: Allein 18 Rookies – die meisten davon unbekannte Piloten aus der Indy-Lights, American IndyCar Series und der Sportwagenmeisterschaft – waren im Feld. Und erstmals seit 1928 kein IndyCar-Meister. Dazu starb Pole-Setter Scott Brayton bei einem Trainingsunfall.  Aber: Das Indy 500 von 1996 war auch das schnellste aller Zeiten. Noch heute sind zwei Rekorde unerreicht: Die schnellste Einzelrunde (Arie Luyendyk im Quali mit 237,498 mph, also 382,2 km/h) und die schnellste Rennrunde (Eddie Cheever mit 236.103 mph, also 379,97 km/h).

Indy 500: Gegen diese 32 Fahrer fährt Alonso

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Getty Images; Hersteller

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