Indy 500 Crashgalerie

Indy 500: Bangen um Alonso

— 26.05.2017

Die Angst vor dem großen Crash

Die IndyCar gilt als spektakuläre Rennserie, aber sie ist auch brandgefährlich. Die Verletzungs- und Todesliste beim Indy 500 ist lang. Das sagen die Fahrer.

Es sind alarmierende Zahlen: In 100 Ausgaben des Indy 500 musste bisher 461 Mal ein Fahrer wegen eines Unfalls oder einer Kollision aufgeben. Im Durchschnitt kracht es im Rennen also fünf Mal. Tendenz steigend. 66 Menschen haben im Rahmen des ältesten Autorennens der Welt schon ihr Leben verloren, darunter 16 Fahrer während des Rennens. Seit 1973 gingen wenigstens alle Rennunfälle glimpflich aus, trotzdem verunglückten bei Trainingssitzungen noch vier Fahrer tödlich – zuletzt Tony Renna 2003.

Das Indy 500 gilt als das spektakulärste Autorennen der Welt, aber es ist auch eines der gefährlichsten. Tempi um 370 km/h – und die Mauern nur wenige Zentimeter entfernt. Immerhin: Seit 2002 absorbieren die Safer Barriers beim Einschlag eine Menge Energie. Dabei handelt es sich um vor den Betonmauern vorgesetzten Stahlrohr-Begrenzungen, die mit Polystrol-Blöcken versetzt sind. Sie retteten Sébastien Bourdais beim schweren Quali-Unfall das Leben. Trotzdem: Der Bourdais-Unfall zeigt, wie gefährlich das Rennen nach wie vor ist. Und welcher Gefahr sich damit Fernando Alonso bei seinem Gaststart aussetzt.

Spektakuläre Unfälle sind Teil des Indy-500-Spektakels

Besonders viele Unfälle gab es 1966 (15 Ausfälle) und 1992 – als sogar neun Fahrer mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Mario Andretti, mit gebrochenen Zehen im Spital, beschreibt: „In der Notaufnahme sah es aus wie im Fahrerlager. Lauter bekannte Gesichter.“

Auch die erfolgreichsten Fahrer hatten in Indianapolis schon schwere Unfälle. Rick Mears gewann vier Mal das Spektakel, brach sich 1984 und 1992 aber bei Crashs die Beine. „Als ich sie aus dem Cockpit hängen sah, in Blut getränkt, wusste ich: Okay, die Beine sind noch dran – also werde ich auch wieder ins Rennauto steigen.“
Der schlimmste Crash 2017: Bourdais verletzt

James Hinchcliffe, 2016 Pole-Setter, fiel im Vorjahr einige Rennen wegen eines schweren Ovalunfalls aus. Trotzdem kehrte der Kanadier zurück. „Es ist wie bei einem Surfer“, vergleicht er. „Wenn der von einer Welle niedergerissen wird und um sein Leben kämpft, steigt er danach trotzdem wieder aufs Surfbrett. Die Leidenschaft für das, was wir machen ist einfach größer als das Risiko.“ Es gilt nur zu hoffen, dass im Rennen am Sonntag, das ab 17.30 Uhr bei www.autobild.de/motorsport im Live-Ticker zu verfolgen ist, nichts passiert.

In der Bildergalerie zeigen wir ihnen glimpflich verlaufene Unfälle beim Indy 500.

Indy 500 Crashgalerie

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Getty Images; Hersteller; IndyCar; Picture-alliance

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