Indy Racing League 2006

Indy Racing League 2006

— 28.03.2006

Todes-Crash

Paul Dana ist das dritte Indy-Opfer seit 1995. Der tragische Unfall belegt einmal mehr, daß die Klasse um einiges gefährlicher ist als Formel 1.

Sonntag, 10.00 Uhr, auf dem Vollgas-Oval in Homestead bei Miami. Das Warm-Up zum Auftaktrennen der amerikanischen Indy Racing League (IRL) beginnt. Ed Carpenters Auto bricht aus, der US-Boy landet in der Mauer, kommt mitten auf der Strecke zum Stehen. Nichts Schlimmes passiert, die Zuschauer atmen auf.

Doch plötzlich rast Paul Dana mit 300 km/h auf den Honda von Carpenter zu. Er erwischt ihn frontal und ungebremst. Beide Autos total kaputt, beide Fahrer sofort im Koma. Dana stirbt noch im Hubschrauber auf dem Weg zur Klinik, Carpenter überlebt. Reporter-Legende Lewis Franck (New York Times, ESPN): "Dana hatte nicht sehr viel Erfahrung. Er war in seiner zweiten Saison. Der Unfall hätte verhindert werden können. Ich habe gesehen, daß es vor ihm fünf Autos an Carpenter vorbeigeschafft haben."

Warum nur hat der Todesfahrer nicht gebremst? Team-Chef Bobby Rahal bestätigt: "Wir haben ihn gewarnt, daß ein Auto auf der Strecke steht." Die IRL-Bosse ermitteln jetzt. Experte Franck: "Die Black Box wird untersucht – wie die eines Flugzeugs." Dana ist der dritte Tote der IRL-Geschichte. Im Mai 2005 hatte er im Training für die 500 Meilen von Indy einen Crash mit einem gebrochenen Wirbel schwer verletzt überlebt. Hätte er doch danach nur aufgehört ...

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.