Dixon

IndyCar: Dixon holt Meisterschaft

— 31.08.2015

Montoya wirft den Titel weg

Im Schatten des Todes von Justin Wilson hat die IndyCar-Serie in den USA ihr Finale abgehalten - mit überraschendem Ende: Scott Dixon ist neuer Meister.

Wenige Tage nach dem tragischen Tod von Justin Wilson hat der Neuseeländer Scott Dixon die IndyCar Series 2015 gewonnen. Der 35-Jährige gewann das letzte Rennen im kalifornischen Sonoma und schnappte dem früheren Formel-1-Piloten Juan Pablo Montoya damit noch einen bereits sicher geglaubten Titel weg. Beide Fahrer kamen im Gesamtklassement auf die gleiche Punktzahl, Dixon gelang mit drei Triumphen in dieser Saison aber ein Sieg mehr als dem Kolumbianer, was in der Endabrechnung den Ausschlag zu seinen Gunsten gab.
Unfall-Drama in der IndyCar-Serie: Justin Wilson verunglückt

Kritik an Doppelpunkten

Juan Pablo Montoya warf eine sicher geglaubte Meisterschaft im letzten Rennen noch weg

Besonder bitter für Montoya: Lange lag er im Finale auf Titelkurs, dann kollidierte er jedoch ausgerechnet mit Penske-Teamkollege Will Power, der ebenfalls noch minimale Meisterschaftschancen hatte. Die dadurch nötigen Reparaturarbeiten bei einem Extra-Boxenstopp warfen den Kolumbianer zurück, am Ende wurde er nur Sechster. Lediglich 1,6 Sekunden fehlten Montoya im Ziel auf den fünften Platz, der genügend Punkte für den Titelgewinn bedeutet hätte. "Wir hatten genügend Chancen den Titel klarzumachen, haben den Sack aber nicht zugemacht und es heute damit weggeworfen", sagte Montoya nach dem Rennen und ärgerte sich auch über die im Finale vergebenen Doppelpunkte. "Dadurch ist eigentlich völlig egal, was man das ganze Jahr über so getrieben hat", schüttelte der Ex-F1-Pilot, der die Serie bereits 2000 gewinnen konnte, den Kopf.

Für Kontrahent Dixon war es bereits der vierte Triumph in der IndyCar Series nach 2003, 2008 und 2013. Vor dem letzten Rennen hatte er noch 47 Punkte Rückstand auf Montoya. „Ich kann es gar nicht glauben”, sagte der Sieger im Ziel und widmete seinen Titel dem verstorbenen Kollegen Wilson. Der Brite, ehemaliger Formel-1-Fahrer für Minardi und Jaguar, war am vergangenen Sonntag beim Lauf auf dem Pocono Raceway in Long Pond/Pennsylvania von einem Trümmerteil getroffen worden und später seinen Kopfverletzungen erlegen. Vor dem Rennen in Sonoma gedachte das Feld Wilson. Die Piloten standen Arm in Arm in der Boxengasse, als die britische Nationalhymne gespielt wurde.
Fotos: Picture-Alliance

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