IndyCar

IndyCar: Indy 500 mit Rookiesieg

— 30.05.2016

Rossi gewinnt Rennen des Jahres

In der 100. Ausgabe des Indy 500 hat sich Alexander Rossi als 70. Fahrer zum Sieger des legendären Rennens gekrönt. Entschädigung für verpasste Formel-1-Chance.

Das Jubiläumsrennen in Indianapolis wurde zum größten motorsportlichen Volksfest des Jahres: 400.000 Fans feierten ein spannendes IndyCar-Rennen mit allem, was dazu gehört: Überholmanöver, 55 Führungswechsel, dramatische Wendungen und jede Menge Unfälle, die alle glimpflich ausgingen. Der Sieger: Alexander Rossi, im Vorjahr noch in fünf Rennen bei Manor in der Formel 1 unterwegs. Als erster US-Amerikaner seit 2007. Obwohl er ansprechende Leistungen brachte, fiel er im Winter zwischen Stuhl und Bank. Seinen Platz nahm Pascal Wehrlein ein. „Ich denke nicht, dass er mir das Cockpit weggeschnappt hat. Da hat eher das Geld eine entscheidende Rolle gespielt“, meint Rossi im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT.

„Ich bin dankbar, dass mir Andretti die Chance gegeben hat. Ich stehe hier vor einer neuen, reizvollen Herausforderung.“ Sein Teamchef: Michael Andretti, 1993 bei McLaren selbst nach keiner vollen Saison ausgemustert, erklärt in der Pressekonferenz nach dem Rennen: „Was ich ihm mitgeben konnte: Hier in der IndyCar kann er das Racing genießen. In der Formel 1 gibt es zu viel Politik, hier geht’s nur um den Rennsport."

Alexander Rossi rast zum Indy-500-Sieg und sorgt damit für einen Coup

Erst acht Fahrer konnten vor Rossi beim ersten Start in Indianapolis das Rennen gewinnen, zuletzt Hélio Castroneves 2001. Entscheidend war der Spritpoker am Ende: Mit dem letzten Tropfen Benzin im Tank rollte er über die Ziellinie, während alle anderen Fahrer noch einmal zum Tanken mussten. „Puh, das war echt knapp. Mir ist während des Rennens mehrmals das Herz in die Hose gerutscht, aber ich hab alles gegeben. Und das hat gereicht“, strahlt der 24-Jährige.

Andretti sieht sich bestätigt: „Was mir an ihm so gut gefällt, ist seine Ruhe. Er bleibt immer gelassen, ist nie aufgeregt – selbst jetzt nimmt er den Sieg bei diesem prestigeträchtigen Rennen fast schon emotionslos hin.“ In der Ruhe liegt die Kraft – gerade im Eifer des Gefechts mit Rad-an-Rad-Duellen bei Tempo 380.

Die Favoriten strauchelten: Vorjahressieger und Ex-Formel-1-Pilot Juan-Pablo Montoya fuhr gegen die Wand und wurde Letzter. Tabellenführer Simon Pagenaud spielte an der Spitze nie eine entscheidende Rolle. Und Pole-Setter James Hinchcliffe kam über Platz sieben nicht hinaus.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Getty-Images, picture-alliance

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