Indy 500

IndyCar: Larson für Ganassi?

— 20.12.2016

NASCAR-Stars beim Indy 500?

Kyle Larson will unbedingt beim Indy-500 an den Start gehen. Die Chancen für das Debüt des Kaliforniers stehen nicht schlecht. Tony Stewart winkt ab.

Mit der 100. Ausgabe des Indy 500 war das älteste aller noch stattfindenden Rennen plötzlich wieder in aller Munde. Doch was passiert jetzt bei der 101. Ausgabe? Sinkt das Interesse wieder oder schaffen es die Veranstalter, die Aufmerksamkeit hochzuhalten?

Was helfen könnte wären Gaststarter aus der NASCAR, der populärsten Rennserie Amerikas. Tatsächlich versuchte sich Kurt Busch 2014 am Doppelstart Indy 500 und Coca Cola 600, das NASCAR-Rennen, das am Abend nach dem Indy 500 in Charlotte ausgetragen wird. Rang sechs war eine überzeugende Darbietung.

Kyle Larson will beim Indy 500 starten

Mit Kyle Larson meldet nun ein weiterer NASCAR-Star Interesse am Indy-500-Start. Der 24-Jährige, der 2016 mit dem Ganassi-Team erstmals den Einzug in den Chase, das Playoff der NASCAR schaffte, enthüllt: „Ich möchte das Indy 500  auf alle Fälle fahren. Deswegen werde ich Chip die ganze Zeit damit nerven.“ Chip Ganassi hat Rennställe sowohl in der NASCAR, als auch in der IndyCar. Mit Scott Dixon, Tony Kanaan, Charlie Kimball und Max Chilton hat Ganassi seine vier IndyCar-Stammfahrer schon fest unter Vertrag. 2015 setzte Ganassi aber schon einmal einen fünften Boliden ein.

Allerdings wechselt Ganassi 2017 von Chevrolet- auf Honda-Motoren. Damit entsteht ein Ungleichgewicht im Feld: 13 der Vollzeit-Autos werden von Honda-Triebwerken betrieben, nur acht von Chevrolet-Aggregaten. Es wird daher erwartet, dass die Zusatz-Fahrzeuge für das Indy 500 – traditionell starten dort 33 Fahrer – hauptsächlich aus dem Chevrolet-Lager kommen werden. Nichtsdestotrotz: Larson arbeitet am Indy-500-Debüt: „Eigentlich wollte ich die 100. Ausgabe fahren, aber ich schätze, dass die 101. genauso gut werden wird.“ Tony Stewart, der seine NASCAR-Karriere nach drei Meistertiteln beendet hat, will nicht zum Indy 500 zurückkehren. Der 45-Jährige startete das Rennen 1996 von der Pole-Position, würde auch gerne wieder in Indianapolis fahren, sagt aber: „Vor 20 Jahren konnte man einen einmaligen Deal machen und ein richtig gutes Programm auf die Beine stellen. Aber wenn man sich anschaut, welche Teams heute dieses Rennen gewinnen und den ganzen Monat schnell sind, dann sind das die Teams, die auch das gesamte Jahr über konkurrenzfähig sind.“

Bereits bestätigte Fahrer
1) Simon Pagenaud (Penske-Chevrolet)
2) Will Power (Penske-Chevrolet)
3) Hélio Castroneves (Penske-Chevrolet)
4) Josef Newgarden (Penske-Chevrolet)
5) Juan-Pablo Montoya (Penske-Chevrolet)
6) JR Hildebrand (Carpenter-Chevrolet)
7) Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet)
8) Graham Rahal (Rahal Letterman Lanigan-Honda)
9) Oriol Servià (Rahal Letterman Lanigan-Honda)
10) Scott Dixon (Ganassi-Honda)
11) Tony Kanaan (Ganassi-Honda)
12) Charlie Kimball (Ganassi-Honda)
13) Max Chilton (Ganassi-Honda)
14) Alexander Rossi (Andretti/Herta-Honda)
15) Ryan Hunter-Reay (Andretti-Honda)
16) Marco Andretti (Andretti-Honda)
17) Takuma Sato (Andretti-Honda)
18) James Hinchcliffe (Schmidt-Peterson-Honda)
19) Mikhail Aleshin (Schmidt-Peterson-Honda)
20) Carlos Muñoz (Foyt-Chevrolet)
21) Conor Daly (Foyt-Chevrolet)
22) Sébastien Bourdais (Dale-Coyne-Honda)
23) Ed Jones (Dale-Coyne-Honda)

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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