Newgarden

IndyCar: Nach Mega-Crash

— 13.06.2016

Cockpitschutz schon 2017?

Josef Newgarden kracht mit dem Kopf voraus in die Wand. Wie durch ein Wunder kommt er mit leichten Verletzungen davon. 2017 soll ein Cockpitschutz kommen.

Schockierende Bilder vom IndyCar-Rennen in Texas am Sonntag: Color Daly verliert im Oval seinen 700 PS starken Dallara-Honda und kracht seitlich auf Kopfhöhe in den Dallara-Chevrolet von Josef Newgarden. Dessen Fahrzeug legt sich auf die Seite, schlittert die Kurve entlang und kracht mit dem Kopf voran in die Mauer. Das Ärzteteam der IndyCar holt Newgarden aus dem Wagen, er kann auf eigenen Beinen stehen, sackt dann aber zusammen.

Nachwuchshoffnung Newgarden crashte schwer

Im Krankenhaus die beruhigende Diagnose: keine schwereren Verletzungen. Ein Schlüsselbein ist gebrochen, ein Handgelenk verstaucht. Der 25-Jährige hat Glück im Unglück. „Ich bin ein bisschen durchgeschüttelt worden und habe ein paar Schmerzen, aber ich fühle mich ganz okay“, gibt er zu Protokoll. Und Daly sagt: „Es war ein absoluter Anfängerfehler, ich fühle mich schlecht.“
Wie oft noch werden bei solchen Unfällen Schutzengel Überstunden leisten? Nicht nur die Formel 1 bringt 2017 mit dem Halo-System einen Kopfschutz für die Fahrer an den Start. Auch die IndyCar will nachziehen. Allein: Serienchef Mark Miles erklärt AUTO BILD MOTORSPORT, dass das nicht so leicht ist: „Halo funktioniert bei uns nicht. Wir fahren auf Steilkurven und da behindert die Stange in der Mitte die Sicht.“
Formel 1 testet Halo: Alles zum Cockpitschutz 2017

Ärzte und Streckenposten kümmern sich in Texas um den unter Schock stehenden Josef Newgarden

Gesucht wird nach einer anderen Lösung: „Für mich hat das höchste Priorität. Wir haben auch schon Lösungen gesehen, die wie Kampfjets aussehen, aber dann kommen wieder Dinge ins Spiel wie Hitze, Kühlung und so weiter. Ich weiß nicht, wie das Design aussehen wird, aber es wird etwas kommen. Derzeit glaube ich nicht, dass es komplett geschlossen sein wird.“

Das IndyCar-Rennen in Texas wurde indes nach 71 von 248 Runden abgebrochen, nicht wegen des Unfalls, sondern aufgrund einsetzenden Regens. Schon am Samstag konnte deswegen nicht gefahren werden. Weil ein paar Fahrer nach Europa fliegen müssen, um am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teilnehmen zu können, muss der Rest des Rennens auf 27. August vertagt werden. Derzeit führt James Hinchcliffe das Rennen vor Ryan Hunter-Reay und Mikhail Aleshin an.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Getty Images, Picture-Alliance

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