Montoya

IndyCar: Nach Platz 20

— 18.07.2016

Montoya fürchtet Rauswurf

Während Penske-Teamkollege Will Power das IndyCar-Rennen in den Straßen von Toronto gewann, erlebte Juan Pablo Montoya ein Debakel. Kommt der Rausschmiss?

Die Zahlen sind aus der Sicht des siebenmaligen GP-Siegers Juan Pablo Montoya alarmierend: Nach dem elften von 16 Saisonrennen rangiert der Kolumbianer nur auf Rang 13 in der Tabelle – und seine drei Penske-Stallgefährten führen als Trio die Meisterschaft an! Will Power gewann drei der letzten vier Rennen, Simon Pagenaud zehrt noch von seinem riesigen Polster, das er sich zu Saisonbeginn aufgebaut hat.

Und Montoya? Er erlebt eine Pleite nach der anderen. Bei der 100. Ausgabe des Indy 500 wurde er nach einem Crash nur Letzter. Auch in Detroit krachte er in die Streckenbegrenzung, in Iowa platzte das 700 PS starke Chevrolet-Triebwerk. Im Toronto-Klassement wird Montoya auf Platz 20 geführt, nachdem er in der Schlussphase des Rennens Kontakt mit der Streckenbegrenzung hatte. Dieses Mal war er unschuldig: Er musste dem gestrandeten Jack Hawksworth ausweichen.

Josef Newgarden ist als Nachfolger von Montoya im Gespräch

Allein: Der Trainingscrash am Freitag ging auf seine Kappe. Weil er viel Trainingszeit verlor, reichte es auch nur zu Startplatz neun. In den ersten 20 Runden zeigte er dann aber, was er noch kann: Mit gewohnt starken Überholmanövern, für die Montoya auch in der Formel 1 bekannt war, arbeitete er sich bis auf Platz fünf nach vorn. Dann kam der Crash.
Über IndyCar und Co: Montoya im Interview

Montoya selbst auf racer.com sagt: „Oh Mann, wann hört die Pechsträhne endlich auf? Es hat echt Spaß gemacht, aber dann war es so, wie schon immer in dieser Saison. Ich kann da nicht viel machen.“ Die Pechsträhne kommt zum ungünstigsten Zeitpunkt: Jetzt verhandeln die Fahrer über die Verträge für die kommende Saison.

Montoya wird im September 41 Jahre alt. Der Mann, der ihn beim Erfolgsteam Penske beerben könnte, ist 16 Jahre jünger: Josef Newgarden. Der US-Amerikaner beeindruckte beim letzten Rennen in Iowa, als er vorrübergehend fast alle Fahrer überrundet und das Rennen nach Belieben dominiert hat. Und das nur wenige Wochen nach seinem fürchterlichen Unfall auf dem Oval in Texas. Auch in Iowa kämpfte er noch mit den Verletzungen – einem gebrochenen Schlüsselbein und einer angeknacksten Hand.

Montoya will sich nicht geschlagen geben: „Ich will in der IndyCar bleiben, aber das liegt nicht an mir. Ich weiß, dass ich es noch mit jedem Einzelnen da draußen aufnehmen kann.“

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller; picture-alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.