IndyCar

IndyCar: Serienchef mit Strategie

— 05.04.2016

Comeback in Deutschland?

Das Oval am Lausitzring soll modernisiert werden, Gespräche über eine IndyCar-Rückkehr laufen. Serien-Chef Mark Miles verrät ABMS die Kalenderpläne.

Der Lausritzring wird für immer in die Geschichte der IndyCar eingehen. Hier hatte Alessandro Zanardi 2001 seinen fürchterlichen Unfall, bei dem er beide Beine verlor. Nun soll das Horror-Oval modernisiert und die IndyCar oder NASCAR an Bord geholt werden.

IndyCar-Serienchef Mark Miles bestätigte beim Auftakt in St. Petersburg Mitte März gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT, dass zwei internationale Events geplant sind: „Ich würde gerne direkt nach dem Super Bowl in der zweiten Februar-Woche zwei internationale Rennen abhalten.“

2001 machten die IndyCars auf dem Lausitzring Halt

Aber: Für Deutschland sind die Aussichten nicht besonders gut. Miles erklärt: „Es wird allerdings schwierig nach Westeuropa zu kommen. Es gibt Anfragen und es gäbe die Chance, aber es ist schwierig das umzusetzen. Im Februar fiert man sich in Deutschland noch die Füße ab. Das muss also schon in der südlichen Hemisphäre sein.“ Zu einem späteren Zeitpunkt stehen derzeit keine IndyCar-Rennen außerhalb Amerikas auf dem Plan. „Wir haben die Basis in der USA. Sobald wir hier das erste Rennen starten, wollen wir nicht mehr außerhalb Amerikas fahren“, macht Miles deutlich.

Besseres Wetter gibt es in Deutschland im September, wenn die IndyCar in die Winterpause geht. Doch von einer Verlängerung hält Miles nichts: „Die Realität ist, dass wegen dem Start der Football-Meisterschaft Anfang September die TV-Quoten um 30 Prozent einstürzen. Wir wollen gerade die Quoten steigern, wieso sollten wir also in einer Zeit fahren, wo wir schon vorher wissen, dass die Zahlen fallen?“

IndyCars: Ein begehrtes Produkt mit Export-Potenzial

Ein Hintertürchen steht noch offen. Dieses Jahr könnte es noch Ende September oder gar erst im Oktober ein internationales Rennen geben, das nicht zur Meisterschaft zählt. Spekuliert wird über ein Rennen in Arabien. Miles gibt zu: „Das ist eigentlich nicht unsere Strategie, aber wir wurden von einer Gruppe angesprochen, die interessiert daran sind.“

Am Wochenende gastierte die IndyCar auf dem Kurzoval in Phoenix. Tabellenführer Juan-Pablo Montoya hatte genauso einen Reifenschaden, wie auch sein Penske-Teamkollege Hélio Castroneves. Beide wurden so um die Chance auf den Sieg gebracht. Der ging an Titelverteidiger Scott Dixon. Nach zwei zweiten Plätzen in den ersten zwei Rennen übernahm Simon Pagenaud die Tabellenführung.

Die Reise wurde unterstützt von ESPN.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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