Montoya

IndyCar: Teamsterben akut

— 03.03.2017

Nur noch ein ChampCar-Team dabei

Nach dem Verkauf des KV-Teams ist nur noch ein Rennstall aus den alten ChampCar-Tagen dabei. Michael Andretti erklärt ABMS, wieso das so ist.

Zum Glück gibt es in der IndyCar keine Beschränkung für Teams, wie viele Fahrzeuge sie im Rennen einsetzen. Denn inzwischen gibt es nur noch acht Vollzeit-IndyCar-Rennställe. Im Winter musste das KV-Team von Kevin Kalkhoven und Ex-IndyCar-Champion Jimmy Vasser zusperren. Die drei Spitzenteams Penske, Ganassi und Andretti treten mit insgesamt zwölf Autos an – das ist mehr als die Hälfte des 22 Fahrer starken Feldes.
Montoya startet 2017 nur bei einem Rennen in der IndyCar: HIER

Die IndyCar leidet immer noch unter der Aufspaltung 1996: Nach einem politischen Machtkampf trennte sich die Serie in Indy Racing League und ChampCar auf. Vor dem Split waren es 1995 noch 17 Vollzeit-Teams. „Die IndyCar muss daran arbeiten, die Kosten runter zu bringen“, fordert Ex-Meister und Teambesitzer Michael Andretti im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT. „Dieses Jahr sind die Kosten schon niedriger. Ich hoffe, das geht in Zukunft noch weiter. Jay Frye wird da sicherlich helfen.“ Frye ist neuer IndyCar-Sportchef und war zuvor selbst Teamchef in der NASCAR, unter anderem beim Red-Bull-Team.

Team Penske stellt wie Andretti und Ganassi vier Autos.

Erstaunlich: 2008 fusionierten die beiden Formel-Serien wieder. Acht IRL-Teams gingen mit, dazu fünf von neun ChampCar-Mannschaften. Doch inzwischen ist mit Dale Coyne nur noch eine ChampCar-Mannschaft an Bord. Andretti erklärt: „Der Hauptgrund dafür ist, dass die ChampCar-Teams damals von den Serienchefs subventioniert wurden. Das fiel mit dem Zusammenschluss der beiden Serien weg – und damit gingen manche Teams pleite.“

Ex-Vettel-Formel-1-Teamkollege Sébastien Bourdais fährt 2017 für Dale Coyne. Er klagt zum Beispiel die neue Regel 2017 an, wonach die Teams ihre mechanischen Komponenten selbst entwickeln dürfen. Bourdais: „Wenn man eine enge und kostengünstige Meisterschaft machen will, dann ist das der falsche Weg.“

Immerhin: Es gibt auch gute Neuigkeiten. Für das Indy 500, das Saisonhighlight, hat sich mit Juncos bereits ein neuer Rennstall angekündigt. Auch Dreyer-&-Reinbold ist mit einem Fahrzeug mit von der Partie. Und Ex-Teamchef Larry Curry plant offenbar ebenfalls einen neuen Rennstall für das älteste Autorennen der Welt.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Getty Images

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