Infiniti Essence in Genf 2009

Infiniti Essence Infiniti Essence

Infiniti Essence in Genf 2009

— 03.03.2009

Die Essenz der Marke

Die Serienmodelle von Infiniti sind noch nicht wirklich in Europa angekommen, die Zukunft der Marke schon: Auf dem Genfer Salon 2009 zeigt Nissans Luxusableger die hinreißende Coupé-Studie Essence – mit 600 PS starkem Hybrid-Antrieb.

Es gibt wirklich unansehnlichere Geburtstagsgeschenke als das, womit sich Infiniti anlässlich seiner ersten 20 Jahre als Hersteller von Premium-Automobilen auf dem 79. Genfer Auto Salon feiert. Die Japaner stellen mit dem Essence eine hinreißend schöne Coupé-Studie auf den Drehteller und kommen selbst aus dem Schwärmen nicht heraus: "Die Essenz der Marke Infiniti in die Form einer visionären Designstudie gegossen, bei der selbst die anspruchsvollsten Automobilenthusiasten ins Schwärmen geraten – das ist der Infiniti Essence", heißt es salbungsvoll in der Pressemitteilung. Nun, irgendwie ist da auch was Wahres dran. Der Anblick des sanft geschwungenen Sportlers kann durchaus ein anerkennendes "Wow!" entlocken.

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Eine Linie wie hingegossen: Die Studie Infiniti Essence zeigt klassische Schönheit.

Auf 4,7 Metern Länge zeigt der Essence mit der langgezogenen Motorhaube und dem knackig kurzen Heck typische Infiniti-Merkmale. Das fließende Profil zwischen den markanten Vorder- und Hinterradhäusern verleiht dem Essence auf den ersten Blick die Anmutung eines klassischen Sportwagens. Überflüssigen Zierrat sucht man vergebens: Die Designer verzichten beim Essence auf Dekorelemente, anstelle von Türgriffen gibt es bündig in die Karosserie eingelassene Druckknöpfe, statt Rückspiegeln Minikameras an den A-Säulen. Nichts soll die "Eleganz und Kraft des Gesamtbildes" stören, aggressiv soll er nach dem Willen der Designer auch nicht aussehen. Das ist wohl eher ein frommer Wunsch, denn besonders brav kommt der Essence nicht daher. Und wer ihm erst unter die Haube gesehen hat, weiß auch warum.

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Ordentlich was unter Haube: Der Hybridantrieb schickt 600 PS an die Hinterräder.

Für den Vortrieb sorgt der bewährte 3,7-Liter-Biturbo-V6, der im Essence 440 PS an die Hinterräder schickt. Allein das wäre für einen Sportwagen schon genug, aber für eine Studie wohl nicht besonders visionär. So erhält der Verbrennungmotor im Essence kräftige Unterstützung von einem Kollegen aus der Elektrofraktion – gemeinsam produzieren sie 600 PS. Wie schnell der Wagen damit ist, verrät Infiniti nicht, man bleibt lieber ökopolitisch korrekt und verweist auf die Möglichkeit der emissionsfreien Fahrt. "In städtischen Ballungsräumen reicht der abgasfreie Elektromotor dem Essence, um im Verkehr mitzugleiten", versprechen die Japaner. Und außerhalb der Stadtgrenzen darf es der Essence-Pilot dann fliegen lassen, denn selbstverständlich lassen sich beide Aggregate nicht nur getrennt voneinander, sondern ganz explizit auch im Verbund betreiben. Sportlichkeit ist eben auch eine Essenz der Marke Infiniti.

Was den Innenraum angeht, besinnt man sich ganz auf eine weitere Tugend des Unternehmens: Luxus. Die asymmetrische Kabine ist in zwei Bereiche unterteilt, getrennt von einer massiven Mittelkonsole. So entstehen zwei sehr unterschiedliche "Kokons", wie Infiniti es nennt. Der auf der Fahrerseite ist in Schwarz, der auf der Beifahrerseite in einem rötlichen Erdfarbton gehalten. Der Fahrer pilotiert den Essence mit einem unten abgeflachten Sportlenkrad und erhält relevante Fahrdaten über Armaturen, die an ein Flugzeugcockpit erinnern. Bedienelemente bleiben eher im Hintergrund, Fahrer und Beifahrer sollen sich im Essence voll und ganz auf das Fahrgeschehen und den Fahrgenuss konzentrieren. Leder, Alcantara und im Stil traditioneller japanischer Lackwaren von Hand bemaltes Holz sorgen für ein edles Ambiente. Das sich im per Fernbedienung zu öffnenden Kofferraum fortsetzt: Für das maßgeschneiderte Reisegepäck konnte die bekannte Luxusmarke Louis Vuitton gewonnen werden.

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