Infiniti M in Genf 2010

Infiniti M auf dem Genfer Autosalon 2010

— 25.02.2010

Infiniti M gegen BMW 5er und Co

Die Oberklasse ist in Europa fest in deutscher Hand. Das will die japanische Marke Infiniti ab September 2010 mit der Limousine M ändern – und gibt dafür ein lang gehegtes Prinzip auf.

Infiniti ist in Deutschland eine Marke für Kenner. Im Januar 2010 haben die beiden deutschen Händler nur fünf Autos verkauft. Das soll ab September anders werden, wenn die Limousine M in Europa auf den Markt kommt. Zuvor feiert der Nobel-Japaner seine Premiere auf dem Genfer Autosalon 2010. Um gegen Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse überhaupt eine Chance zu haben, startet die Limousine mit einem neu entwickelten Dieselmotor. Das gab es noch nie bei Infiniti – die Japaner legten bisher auf klanggewaltige Benziner Wert. Um gegen die übermächtige Europäische Konkurrenz von Mercedes, BMW und Audi überhaupt eine Chance zu haben, kommt der M gleich mit dem wichtigen Dieselmotor auf den Markt. Der gemeinsam mit der Konzernmutter Renault entwickelte, neue V6-Turbodiesel leistet 238 PS.

Erster Vergleich: Mercedes E-Klasse gegen BMW 5er

Der Innenraum gefällt mit weichen Kunststoffen und feiner Verarbeitung.

Die Common-Rail-Direkteinspritzung mit modernen Piezo-Injektoren verspricht eine gute Laufkultur – und das maximale Drehmoment von 550 Newtonmeter ordentlichen Durchzug. Neben dem Diesel gibt es zum Marktstart noch einen V6-Benziner mit 3,7 Litern Hubraum und 320 PS Leistung. Infiniti selbst spricht von einem "charismatischen Antrieb". Könnte stimmen, wenn der Motor ähnlich klingt wie im Sportler Nissan 370Z, der hat nämlich das gleiche Triebwerk unter der Haube. Beide Motoren im Infiniti M sind serienmäßig mit einer Siebenstufen-Automatik kombiniert. Im Innenraum hat sich Infiniti besonders Mühe gegeben. Gegen Aufpreis gibt es die Forest Air-Klimaautomatik. Die soll laut Infiniti ein "konzentrationsförderndes und stressabbauendes Ambiente" fördern, indem die Frischluftluft mit Duftstoffen aus einem frischen Frühlings-Wald angereichert wird.

Auf einen Blick: Die Highlights auf dem Genfer Salon

Über die Preise des M schweigt sich Infiniti noch aus. Wir rechnen mit knapp 50.000 Euro für den M30d und M37 – damit lägen die Japaner trotz üppiger Mehrausstattung ungefähr auf Augenhöhe mit den europäischen Konkurrenten. Für 2011 ist dann – zeitgleich mit dem BMW 5er – mit einer Hybridvariante des M37 zu rechnen. Ob das alles reicht, um in Deutschland auf Stückzahlen zu kommen, darf bezweifelt werden, Konkurrent Lexus ist in Deutschland ähnlich erfolglos.

Autor: Stefan Voswinkel

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