Infiniti Q30 im Test

Infiniti Q30 Sport 2.0 T: Test

— 21.04.2016

Glamour für den GLA

Glaumourös gibt sich der Infiniti Q30 Sport 2.0 T. Das Topmodell mit 211 PS macht den neu verpackten Mercedes GLA zum flotten Designerstück.

Infinitis jüngster Spross hat es nicht leicht. Basierend auf dem Crossover GLA, bewegt er sich zwischen SUV-Hochsitz und sportlichem Kompakten. Das wirkt zwar recht modisch, bewirkt aber fahrdynamisch einen eher bescheidenen Kompromiss.
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Die Schattenseite des Q30 ist sein Handling

Gefühllos: Der Q30 reitet Bodenwellen bockig und hart ab, der Lenkung fehlt es deutlich an Rückmeldung.

 Längsdynamik: 211 PS und 350 Nm klingen vielversprechend. Der Allradantrieb pumpt die Kraft auch bei Nässe reibungslos auf den Asphalt, und die sieben Gänge sortieren sich in Windeseile stets passend. Bulliger Vortrieb in der Stadt, genug Dampf auf der Landstraße. Ab 180 quält sich der Q30 dann jedoch ein wenig. Die Brembo-Bremsanlage gibt sich wunderbar gefühlvoll und unterrichtet den Fahrerfuß minutiös über einzelne Haftungsabrisse. Querdynamik: Die Schattenseite des tiefergelegten Hochbaukompakten ist klar das Handling. Der Infiniti reicht Bodenwellen bockig und hart in den Innenraum weiter, ist dabei aber derart teilnahmslos gedämpft, dass keinerlei Rückmeldung am Popometer ankommt. Hohe Kurventempi sind so zwar möglich, finden aber weitestgehend gefühllos statt. Die mitteilungsarme Lenkung verlangt große Lenkwinkel und verstärkt somit den tauben Eindruck.

Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS

Optisch weiß der Q30 durchaus zu überzeugen

Hingucker: Mit geschwungenen Linien und dem zackig-knackigen Heck zieht der Q30 die Blicke auf sich.

 Emotion: Geschwungene Linien und das zackig-knackige Heck machen den Nobel-Nissan zum Hingucker. Der edel ausstaffierte Innenraum mit alcantara- und lederbezogenem Cockpit verwöhnt optisch und haptisch. Eine ergreifende Akustik bietet mangels Auspuffsound höchstens das Bose-Soundsystem. Alltag: Zum Bolzen durch die Stadt eignet er sich bestens. Bei der lausigen Rundumsicht kann man zumindest den schönen Innenraum genießen. Große Fahrer sitzen aber neben der B-Säule und spüren die integrierten Kopfstützen der Sportsitze im Nacken. Preis/Leistung: Der technisch baugleiche, besser abgestimmte GLA 250 kostet mit gleichen Extras etwa 3300 Euro mehr und bietet weniger optische Highlights. So ist der Q30 als Crossover eine echte Option.
Fahrzeugdaten Infiniti Q30 Sport 2.0 T
Motor R4, Turbo
Einbaulage vorn quer
Hubraum 1991 cm³
kW (PS) bei 1/min 155 (211)/5500
Literleistung 106 PS/l
Nm bei 1/min 350/1200-4000
Antrieb Allrad
Getriebe 7-G.-Doppelkuppl.
Bremsen vorn 320 mm/innenbelüftet
Bremsen hinten 295 mm/innenbelüftet
Reifengröße vorn 235/45 R 19
Reifengröße hinten 235/45 R 19
Maße L/B/H 4425/1805/1475 mm
Messwerte
0-100 km/h 6,9 s
0-180 km/h 23,0 s
60-100 km/h 5,1 s (4. Gang)
80-120 km/h 6,8/9,5 s (5./6. Gang)
Bremsweg
aus 100 km/h kalt 34,4 m
aus 100 km/h warm 32,9 m
Testwagenpreis 43.300 Euro
Autor:

Andreas Jüngling

Fazit

Klar, die wirklich sportliche Kurvenhatz können andere deutlich besser. Als Crossover ist das aber nicht das Fachgebiet des Q30 Sport. Er verwöhnt innen mit einer feinen Wohnlandschaft, dreht als Hingucker in der Stadt zahllose Köpfe und sorgt mit viel Kraft untenrum immerhin für Ampelstarts mit Dampf.

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