Die smarte Ampel im Hamburger Hafen

Intelligente Ampel in Hamburg

— 04.06.2015

Hamburg testet schlaue Ampel

In Hamburg wurde die erste intelligente Ampel vorgestellt. Sie soll den Lkw-Verkehr im Hafengebiet effizienter machen und ist ein erster Schritt in Richtung vollvernetzter Verkehr.

Schaltzentrale: Hier werden die Funksignale empfangen und gegebenenfalls die Ampelsteuerung beeinflusst.

Irgendwann, so heißt es, werden alle Autos und Lkw miteinander kommunizieren. Und nicht nur miteinander, sondern auch mit Ampeln, Verkehrsschildern, Parkhäusern oder Bahnübergängen. Unfälle passieren dann nicht mehr, Staus gibt's auch nicht, und die Parkplatzsuche ist nur noch etwas, an das man sich verschwommen erinnern kann. Auch wenn die volle Vernetzung der Fahrzeuge noch Zukunftsmusik ist – so weit weg ist das Szenario gar nicht. Schon heute kommunizieren viele Autos über vernetzte Smartphones oder Smartwatches mit der Umwelt. Und in Hamburg wurde die erste intelligente Ampel vorgestellt, die den Lkw-Verkehrsfluss optimieren und Personen schneller und sicherer durch das immer stärker befahrene Hafenareal leiten kann.

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Auf dem Tablet-Computer werden Hinweise zur Ampelphase oder Verkehrssicherheit angezeigt.

Die Technik des sogenannten "smartPORT Traffic Light" funktioniert so: Der Lkw wird mit einem RFID-Chip ausgerüstet (Radio Frequency Identification), der mit der Ampel über WLAN kommunizieren kann ("Vehicle-to-X Kommunikation", V2X). Nähert sich das Fahrzeug oder womöglich eine ganze Kolonne der Ampel, kann die die Grünphase entsprechend vorziehen oder verlängern, damit die Laster ohne Stopp weiterfahren können. Das sei nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, weil die Lkw schneller ans Ziel kommen, sondern schone auch die Umwelt, heißt es in der Pressemitteilung. Weil auch Fußgänger, Radfahrer oder Pkw im Bereich der Ampel erkannt und direkt an den Lkw gemeldet werden können, soll die Zahl der Unfälle zudem sinken. Auf den Weg gebracht wurde das Pilotprojekt von der Hamburger Hafenbehörde HPA, den Unternehmen NXP Semiconductors und Siemens sowie der stadteigenen Gesellschaft Hamburger Verkehrsanlagen.

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Grundsätzlich, so heißt es in der Pressemitteilung, sei es denkbar, dass intelligente Ampeln im gesamten Stadtbereich zum Einsatz kommen. Wann dies aber so weit sein könnte, oder wann auch nur der Hamburger Hafen entsprechend ausgerüstet sein wird, ist noch völlig unklar. Auch über die Kosten einer solchen schlauen Ampelanlage ist nichts bekannt.

Die Ampel wird 100 Jahre alt

Autoren: Maike Schade, Jonathan Blum

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