IFA Berlin 2008

Die IFA-Trends fürs Auto 2008 Die IFA-Trends fürs Auto 2008

Internationale Funkausstellung 2008

— 04.09.2008

Die IFA-Trends fürs Auto

220.000 Besucher, Aufträge in Milliardenhöhe - die 48. Internationale Funkausstellung (IFA) war ein voller Erfolg. AUTO BILD hat sich auf der Berliner Messe mal umgesehen.

Kurvenwarner, Schildererkennung, Lernfunktion – vor allem die bei der IFA 2008 vorgestellten Navigationsgeräte haben aufgerüstet. Fast wie Fernsehen wirkt der Blick in den neuen TravelPilot 700 von Blaupunkt. Der Clou – neben Digital-TV, Sprachsteuerung und Freisprechanlage – ist eine kleine Kamera auf der Rückseite: Sie filmt die Straße vor dem Auto, und die Navi-Software legt die Richtungspfeile der berechneten Route passend auf das Videobild. Wesentlich nützlicher als diese Spielerei: Ist der Fahrer gerade nicht im Road-Movie-Modus unterwegs, erkennt die Kamera alle Verkehrsschilder mit Tempolimits am Straßenrand. Das Navigationsgerät ermittelt via GPS die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit des Autos und vergleicht sie mit der erlaubten. Ist der Fahrer zu schnell, warnt ihn eine freundliche Stimme aus dem Navi. Preis: circa 550 Euro.

MyGuide: der sparsame Digital-Atlas

m.imoove-Navis von MyGuide: plastische Karten wie im Schulatlas.

Was Generationen von Schülern auf Papier zu Hause haben, gibt es jetzt digital: MyGuide führt auf seinen Navis mit topografischen Karten. Wie im Diercke-Atlas zeigt das Display die verschiedenen Höhenlagen durch unterschiedliche Farben an. Das Tolle: Wer seine Routen anhand der Karten mit möglichst geringen Höhenunterschieden plant, spart Sprit. Die sparsamen Lotsen mit topografischen Karten gibt es als Einsteigermodell der m.imoove-Serie ab 129 Euro.

Navigon 7210: der Kurven-Warner

Haben Sie sich schon mal vor einer Kurve verschätzt? Dann ist das Navigon 7210 der richtige Reisebegleiter. Navigon hat die Kurvenradien aller Straßen Europas programmiert und warnt damit vor scharfen Kurven. Fährt das Auto auf so eine Kurve zu, zeigt das Gerät die typischen weiß-roten Pfeile. In der Simulation klappte die Warnung sehr gut und eindrucksvoll. Außerdem an Bord: Eine Notfall-Hilfe zeigt Krankenhaus, Polizei, Tankstelle oder Apotheke in der Nähe des Standorts. Preis: 349 Euro.

TomTom Go 940 Live

TomTom schaltet beim neuen Navigationsgerät Go 940 Live seine Online-Verkehrsdatenbanken zusammen. Das heißt: Staumeldungen von TomTom HD-Traffic plus Wetterinfos und GPS-Koordinaten sollen den Fahrer gegen Gebühr schneller über die Verkehrslage und seine Position informieren. Dazu gibt es eine Google-Online-Suche und die Möglichkeit, das so gefundene Lokal anzurufen, sowie Radarwarner und Hinweise auf Gefahrenpunkte wie Schulen. Preis: ab 349 Euro.

Fraunhofer Institut: Coopers, der zuverlässige Stau-Warner

Das neue Verkehrsinformationssystem Coopers soll Staus und Unfälle in Echtzeit melden. Die Infos dafür holt sich Coopers über Sensoren in und neben der Fahrbahn, ergänzt durch Daten aus Fahrzeugen (floating car data). Alle diese Informationen werden per Mobilfunk-Verbindung nur an Autos in der Nähe des Ereignisses geschickt. Im Auto sollen Navigationsgeräte die Daten dann auswerten und in die aktuelle Routenberechnung einbeziehen. Wann das von der EU geförderte Projekt Coopers serienreif ist, steht noch nicht fest.

Falk F10: das lernende Navi

Man lernt nie aus: Das Falk F10 merkt sich Schleichwege seines Fahrers.

Schleichwege führen oft schneller zum Ziel. Doch kein Navi kennt sie. Das soll sich ändern. Das Falk F10 (Preis 399 Euro) merkt sich alle berechneten Routen und schickt sie an die Falk-Zentrale, sobald der Fahrer sein Gerät über das Internet mit der Seite www.falk.de verbindet. Sind die Routen der Falk-Nutzer besser als seine eigenen, baut der Falk-Rechner sie in die neuen Karten-Updates ein. Einen Monat später kann jeder Falk-Nutzer die neuen Routen dann kostenlos nutzen. Er muss dazu nur sein F10 via Internet mit der Falk-Homepage verbinden, die Karten herunterladen.

Becker Crocodile: das robuste Navi

Crocodile nennt Harmann Becker sein neues Navigationsgerät Traffic Assist Z100. Und so widerstandsfähig soll es auch sein. Erschütterungen verträgt es ebenso wie Wasser. Und dabei darf es schon mal mehr als ein Regenschauer sein. Ansonsten ist der Offroad-Lotse ein typisches Becker-Gewächs: Tür-zu-Tür-Navigation, 3D-Ansichten und vier Alternativrouten pro Strecke sind nur eine Auswahl seines Könnens. Und das für 42 Länder in Europa. Der Preis des Crocodile dürfte bei rund 300 Euro liegen.

Merian Scout Navigator: die kleinen Brüder

Nachwuchs bei Merian Scout: der C-Navigator und der I-Navigator.

Bei Merian Scout gibt es Zuwachs: Luxus-Lotse P-Navigator (Preis 799 Euro) hat zwei Brüder bekommen: den C-Navigator (599 Euro) und den I-Navigator (399 Euro). Beide Geräte kommen mit seidenmattem Gehäuse, weniger sensiblem Touchscreen, kleinerem Speicher und weniger Reise-Informationen. Diese kann man gegen Aufpreis über die Merian-Homepage nachkaufen und aufs Gerät überspielen. Vorsicht: Der so zusammengekaufte Luxusinhalt ist aber teurer als beim Original.

Mio Leap K1/Leap Go 50: der telefonierende Lotse

Unter das Motto "Bitte wenden!" stellt Navigationsneuling Mio seine Handys Leap K1 und Go 50. Dual-Side nennt Mio diese Technik. Während die übrigen Hersteller Navigationskarten und Handy-Funktionen auf einem Bildschirm zeigen, ist bei Mio das Navi-Display auf der Rückseite montiert. Ein Knopfdruck, schon ist die neue Software aktiv. Gut: Das Display stellt die Mio-Karten sauber und klar dar, der Satellitenempfang war auch unter schwierigen Bedingungen gut. Ein Preis steht noch nicht fest.

Kenwood CD-Radios: der doppelte Einsteiger

Die CD-Radios DPX303 und 503 von Kenwood zeigen in vier Zeilen alle wichtigen Infos.

Auch in Sachen Audio und Bluetooth-Übertragung gibt es Neues. Groß aufgemacht hat Kenwood die neuen Einsteigermodelle für den Doppel-DIN-Schacht. Die CD-Radios DPX303 und 503 zeigen auf dem großen Display in vier Zeilen alle Informationen zu den Radiosendern, CDs und (beim 503er-Modell) die Inhalte des USB-Sticks. Die Funktionen sind einfach über zwei große Drehregler auf der Vorderseite zu bedienen. Außerdem können externe Geräte via Klinkenstecker (DPX 303) oder USB-Stecker (DPX 503) angeschlossen werden. Optional gibt's Bluetooth und iPod-Steuerung. Der Preis ist noch unbekannt.

Vivanco Belus: der kleine Mann im Ohr

Ein Blatt Papier, DIN A4, wiegt im Schnitt zehn Gramm – und ist damit ein Gramm schwerer als das Bluetooth-Headset Belus von Vivanco. Es wird unter der neuen Marke Bazoo vertrieben und kostet 25 Euro. Der Winzling bietet bis zu sechs Stunden Sprechzeit und rund 200 Stunden Standby. Das Belus fällt wegen seiner kleinen Abmesseungen fast nicht auf und trägt sich recht bequem. Das liegt an den Ohrmuschel-Adaptern, mit denen das Belus in kleinen, mittelgroßen und großen Ohrmuscheln hält.

Plantronics Discovery: der schicke Ohrhöhrer

Bunt treibt es Plantronics mit seinem Bluetooth-Headset Discovery 925. Den Ohrhörer mit Geräuschunterdrückung gibt's in Gold, Violett und Schwarz. Auch hier garantieren drei Gummi-Adapter sicheren Sitz im Ohr. Das Gerät bietet fünf Stunden Sprechzeit und sieben Tage Standby. Preis: rund 70 Euro.

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