Interview Jutta Kleinschmidt

Interview Jutta Kleinschmidt

— 27.03.2002

Was nun, Jutta?

Jutta Kleinschmidt verlsst Mitsubishi. Entgegen anders lautender Gerchte gibt es bisher keinen Kontakt zu VW.

"Wollte keinen Vertrag ber drei Jahre"

Nach drei Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit gehen Sie und Mitsubishi pltzlich getrennte Wege. Wie kam es dazu? Jutta Kleinschmidt: Mein bisheriger Werksvertrag mit Mitsubishi ist Ende Januar, also nach der Rallye Dakar, planmig ausgelaufen. Wir haben dann lange ber einen neuen Vertrag verhandelt, konnten uns aber letztendlich nicht einigen.

Warum nicht, was waren die entscheidenden Streitpunkte? Mitsubishi wollte, dass ich einen Dreijahresvertrag unterschreibe. Das aber wollte ich nicht. Ich habe in den letzten Monaten gemerkt, dass ich bald eine neue Herausforderung brauche. Etwas, wo ich mich mit voller Energie reinstrzen kann. Ich habe in der Wste eigentlich alles erreicht, was man erreichen kann. Ich habe 2001 die Rallye Dakar gewonnen. Bei Mitsubishi htte ich mich nicht mehr weiter entwickeln knnen. Deswegen wollte ich keinen Vertrag ber drei Jahre.

Sie haben sich also im Frieden getrennt? Absolut. Ich habe noch immer ein gutes Verhltnis zu den entscheidenden Personen, zum Beispiel zu Mitsubishi-Boss Rolf Eckrodt, der immer voll hinter mir stand. Auch Geld war nicht das Problem. Mitsubishi hat mich sehr gut bezahlt.

Bislang kein Kontakt zu VW"

Ihr bisheriger Beifahrer Andreas Schulz sitzt jetzt bei Dakar-Sieger Hiroshi Masuoka im Auto ... Andreas ist Profi-Beifahrer. Ich konnte ihm kurzfristig leider nichts anbieten, also musste er sich natrlich nach Alternativen umsehen. Zwischen uns gab es deswegen aber keinen Streit. Masuoka und Andy sind frher schon zusammen gefahren. Hiro brauchte einen neuen Copiloten, weil sein bisheriger aufgehrt hat. Das hat also gepasst. Fr Andy war es sicherlich auch wichtig, im Mitsubishi-Werksteam bleiben zu knnen.

Was kommt fr Sie als Nchstes? Im Moment bin ich ehrlich gesagt sehr froh darber, dass ich mal in Ruhe ausspannen oder Sport treiben kann, ohne stndig von Rallye zu Rallye zu hetzen. Ich habe jetzt alle Zeit der Welt, mich nach Alternativen umzusehen. Ich bin auch neuen Ideen gegenber aufgeschlossen. Mich wrde es zum Beispiel sehr reizen, einmal in Amerika zu fahren.

Gibt es dort eine professionelle Offroad-Meisterschaft? Es muss ja nicht unbedingt Offroad sein. Auch Rundstrecke wrde mir gefallen. (Kleinschmidt fuhr schon mehrfach Rennen, z. B. das 24-Stunden-Rennen auf dem Nrburgring, d. Red.) Die Amerikaner sind Quereinsteigern gegenber ja etwas aufgeschlossener als wir in Europa.

Wre VW eine Mglichkeit, die angeblich sptestens 2004 in die Marathon-WM einsteigen wollen? Ein reizvoller Gedanke. Aber bisher besteht, entgegen allen Gerchten, zwischen VW und mir noch nicht einmal ein Kontakt.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen gnstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung