Kimi Räikkönen

Interview Kimi Räikkönen

— 14.10.2008

"Ferrari ist mein letztes Team"

Kimi Räikkönen will seine Formel-1-Karriere bei Ferrari beenden und nach erfülltem Vertrag Rallye fahren. Nicht das einzige überraschende Geständnis des Weltmeisters im Interview mit AUTO BILD MOTORSPORT.

Kimi Räikkönen, Ferrari-Pilot und amtierender Formel-1-Weltmeister, spricht im Interview mit AUTO BILD MOTORSPORT über die laufende Saison, Zukunftspläne und Privates.
AUTO BILD MOTORSPORT: Herr Räikkönen, macht Ihnen Ihr Job noch Spaß?
Kimi Räikkönen: Natürlich macht er mehr Spaß, wenn du gute Resultate einfährst, aber manchmal hast du halt eine schwarze Serie. Doch die nimmt mir nicht den Spaß am Fahren. Ich liebe es.
Was finden Sie daran so toll?
Ich mag einfach das Gefühl, mich am Limit zu bewegen.
Auch auf der Straße?
Nein. Natürlich habe ich Autos, mit denen ich schnell fahren könnte. Das mache ich aber nur im Gelände oder auf Eis. In der Schweiz ist es keine gute Idee zu rasen (lacht).
Wie hart ist es für Sie vom Teamkollegen geschlagen zu werden?
Das passiert nun mal. Es beendet aber noch lange nicht meine Karriere. Ich komme zurück. Sicher! Ich muss zwar zugeben: Über so eine lange Zeit war ich noch nie so langsam. Aber ich weiß, woran es liegt und werde es abstellen.
Werden Sie Felipe jetzt helfen?
Jeder fährt für sich selbst. Klar erwartet das Team von mir, dass ich helfe, den Konstrukteurstitel zu holen. Und natürlich gibt es auch Situationen, in denen ich anders entscheiden würde, wenn ich noch um die WM fahren würde. Ich versuche nur Rennen zu gewinnen. Das ist alles.

Kimi Räikkönen: "So langsam fühle ich mich wohler."

In Deutschland ist Vettel jetzt der neue Star. Was halten Sie von ihm?
Er ist ein richtig netter Kerl! Ich kenne ihn besser als jeden anderen Fahrer, weil er in der Schweiz gleich bei mir um die Ecke wohnt. Wir treffen uns ziemlich oft zum Spielen. Über
seinen Sieg habe ich mich deshalb gefreut. Sebastian hat einen guten Job gemacht. Aber er hat die beste Zeit seiner Formel-1-Karriere noch vor sich. Und ich glaube, diese Karriere
wird lang sein.
Was spielen Sie mit ihm?
Badminton. Aber er ist nicht besonders gut, verliert immer. Das können Sie ihm ruhig aufs Brot schmieren!
Warum nennen Sie sich bei Ihren Schneemobilrennen oft James Hunt?
(Lacht) Als ich noch für McLaren fuhr, gab es viele Geschichten über mein angeblich so wildes Privatleben. Meine Freunde haben mich damit aufgezogen und aus Spaß James Hunt genannt. Er ist aber nicht mein Held.
Warum haben Sie Ihren Vertrag bis 2010 verlängert? Ich habe schon eine Weile mit Ferrari darüber geredet. Wir wollten einige Sachen ändern, hatten eine sehr offene Diskussion. Und jetzt sind beide Parteien glücklich.
Wären Sie sonst zu einem anderen Team gegangen? Ich wusste immer, dass wir eine Lösung finden werden. Ich bin mir ganz sicher: Ferrari ist mein letztes Team in der Formel 1.
Und nach der Formel 1, was kommt da? Definitiv Rallye. Das wollte ich schon immer machen, aber die Verträge in der Formel 1 haben es mir nie erlaubt. Ich möchte gerne sehen, ob ich darin gut oder schlecht bin. Rallye fahren ist meine wahre Leidenschaft.

Das komplette Interview lesen Sie in der AUTO BILD MOTORSPORT 22/08 – ab 17. Oktober 2008 am Kiosk!

Autor: Bianca Garloff

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