Interview mit Keke Rosberg

Interview mit Keke Rosberg

— 02.06.2006

"Drecksack war zu hart ..."

Beim Rennen in Monaco bezeichnete Keke Rosberg Schumi als Drecksack. Das nimmt er jetzt zurück – die übrigen Vorwürfe aber bleiben.

Schumis Schummel-Skandal von Monaco. Am heftigsten hat Ex-Weltmeister Keke Rosberg (57) über den Ferrari-Star hergezogen. Exklusiv im BILD-Interview erklärt der Finne, warum ihn Schumi so auf die Palme gebracht hat.

BILD: Warum haben Sie Schumi als Drecksack beschimpft? Rosberg: Die Wortwahl war nicht die beste gewesen, das war ein typischer skandinavischer Vulkanausbruch. Aber Michael darf unseren Sport nicht in den Dreck ziehen.

Hat er das getan? In diesem Moment ja. Er hat einen Fehler gemacht und ihn hinterher geleugnet. Das, und nur das, hat mich so geärgert. Wenn ein Hochspringer die Latte reißt, kann er auch nicht sagen, die Latte liegt noch.

Schumi sagt, nur wer im Auto sitzt, kann beurteilen, was er getan hat. Das ist es ja, was mir, und nicht nur mir, so weh getan hat. Er hat uns als Deppen hingestellt. Ich war Weltmeister, ich bin Experte in diesem Sport, und wenn ich sage: das war ein Foul, dann war es eins.

Und wenn er es zugegeben hätte? Dann hätte ich applaudiert, und die Sache wäre vergessen gewesen.

Hätten Sie bei einem anderen Fahrer genauso heftig reagiert? Na klar. Es geht hier nicht um Michael, und ich will ihn auch nicht schlecht reden. Es geht um die Tatsache, unseren Sport nicht kaputtzumachen. Deshalb nehme ich auch sonst nichts zurück.

Wie gehen Sie damit um, wenn Sie jetzt Rotzberg genannt werden? Wenn man austeilt, muß man auch einstecken können, oder?

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