Interview Ralf Schumacher

Interview Ralf Schumacher

Interview Ralf Schumacher

— 25.11.2004

"Keine Chance gegen Schumi"

Nach seinem ersten Arbeitstag bei Toyota zeigt sich Schumi II zufrieden. Gegen Bruder Michael rechnet er sich allerdings keine Chancen aus.

"Der Wechsel war goldrichtig"

Mitwoch früh, neun Uhr auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona. Für Ralf Schumacher (29) beginnt eine neue Vollgas-Zeitrechnung: sein erster Arbeitstag bei Toyota. BILD traf ihn nach den ersten 67 Premiere-Runden zum Interview. Ralfs Bestzeit: 1:14,618 Min., schneller war nur Ex-BMW-Kollege Juan Pablo Montoya (jetzt McLaren-Mercedes) mit 1:14,202 Min.

BILD: Toyota war nie besser als Platz fünf. Starten Sie wieder bei Null? Ralf Schumacher: Toyota ist wesentlich weiter als Null. Mein erster Test-Tag hat das bestätigt.

Fährt sich der Toyota etwa besser als Ihr alter BMW? Ich möchte die Autos nicht vergleichen. Fakt ist: Schon als ich mit dem Toyota in die erste Kurve fuhr, hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Der Wagen liegt gut, der Motor ist stark. Zu Toyota zu wechseln war goldrichtig.

Ihr Ziel für 2005? Siege sind unrealistisch. Es wird ein Aufbau-Jahr. Allerdings will ich, wenn sich alles so weiterentwickelt, immer wieder aufs Podium fahren.

2006 wären Siege dann wünschenswert. Und der WM-Titel? Toyota wird in Zukunft das einzige Team sein, das mit Ferrari um den WM-Sieg fährt.

Kölsch-Connection als Erfolgsfaktor?

Holen Sie den Titel, solange Ihr Bruder (Vertrag bis 2006; d. Red.) noch fährt? Das wird wohl nicht mehr klappen. Bis wir soweit sind, ist Michael wohl zurückgetreten. Aber ich wünsche mir für Michael, daß er sich noch mal so richtig anstrengen muß, um Weltmeister zu werden.

Ihr 1. Mechaniker ist ein Kerpener, garantiert die Kölsch-Connection Erfolg? Es ist toll, bei der Arbeit Kölsch sprechen zu können. Die ganze Mentalität paßt einfach viel besser zu mir. Das Klima bei Toyota ist sehr angenehm.

Bei Williams haben Sie das vermißt. Bis zum Jahresende müssen Sie sogar noch viele Sponsoren-Termine für Williams absolvieren. Stört das? Natürlich stört mich das. Ich bin innerlich komplett weg von BMW. Die Termine bringen nix mehr. Das ist typisch Frank Williams. Aber wenn ihn das glücklich macht – bitteschön.

Stimmt es, daß Cora für Ihren Toyota-Erfolg den Wunsch nach einem zweiten Kind zurückgestellt hat? Mein Hauptaugenmerk liegt jetzt auf Toyota. Alles andere kommt danach ...

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