Isuzu D-Max: Probefahrt

Isuzu D-Max Isuzu D-Max Isuzu D-Max

Isuzu D-Max: Probefahrt

— 05.06.2012

Unbekannte Größe

Wenn es um Pick-ups geht, haben nur wenige den Namen Isuzu D-Max parat. Zu Unrecht, wie unsere erste Fahrt mit der neuesten Generation des Japaners zeigt.

Bisher fristete der Isuzu D-Max im Schatten von VW Amarok, Ford Ranger, Toyota Hilux und Co ein ziemliches Nischendasein, zum Beispiel als Abschleppwagen. Hat er nicht verdient, erst recht nicht in der neuen Generation. Die verzichtet auf optische Fragwürdigkeiten wie die eigenartigen, scharf gezeichneten Frontscheinwerfer des ersten D-Max und kommt nun sehr gefällig und schön von vorne nach hinten durchgezeichnet daher. Die Formen sind dynamisch, insgesamt wirkt der Wagen aber solide wie ein Eichenschrank. So kann der Japaner den Mitbewerbern äußerlich schon mal auf Augenhöhe begegnen.

Überblick: Isuzu D-Max auf der AMI Leipzig 2012

Etwas mehr als fünf Meter ist der aktuelle D-Max lang geworden. Breite und Spur haben ebenfalls zugelegt. Das ermöglicht nicht nur eine größere Ladefläche (Doppelkabiner: 1553 Millimeter), es verbessert außerdem den Geradeauslauf. Und der ist den Ingenieuren bei Isuzu wirklich gelungen. Nicht der Hauch einer Unsicherheit, der D-Max folgt der vom Fahrer vorgegebenen Spur stur wie ein D-Zug. Bemerkenswert: die blattgefederte Hinterachse rumpelt nicht, nicht mal auf unebener Fahrbahn. Zart besaitete Gemüter wünschen sich wahrscheinlich weniger Wankbewegung bei rasanter Kurvenfahrt, aber das ist der einzige Punkt, der sich dem D-Max nach der ersten Probefahrt ankreiden lässt. Ganz im Gegensatz zum 2,5-Liter-Diesel unter der Haube. Der mobilisiert dank Doppelturbo 163 PS und 400 Nm Drehmoment und verfügt so in jeder Lebenslage über mehr als ausreichende Power.

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Genug Bewegungsfreiheit gibt es im Inneraum, auch für Großgewachsene. Alles präsentiert sich solide und aufgeräumt.

©H. Almonat

Die Einstiege ins Cockpit sind deutlich größer als beim Vorgängermodell. Rücken anrempeln an der C-Säule des Doppelkabiners ist Geschichte. Die Sitze sind bequem, auch für größer Gewachsene gibt es genug Bewegungsfreiheit, sogar in Reihe zwei. Instrumententräger und Volant erfreuen mit angenehm anzufassendem Kunststoff. Beide wirken modern und sind trotzdem nicht mit zu vielen Knöpfen überladen. Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist die hohe Sitzposition. Sie hat aber auch einen Vorteil: gute Rundumsicht! Die Top-Ausstattung Premium bietet neben Leder und elektrischer Sitzeinstellung eine Klimaautomatik und ein Multifunktionsdisplay mit automatischer Helligkeitsanpassung. Darüber hinaus ist der Katalog fürs Zubehör umfangreich. Besonderer Clou unserers Testwagens: die Auskleidung der Ladefläche mit einem weichen Belag. Eignet sich nicht nur hervorragend zum Transportieren von stoßempfindlichen Gütern, sondern auch zum Ausruhen irgendwo an einem schönen Ort nach langer Geländefahrt.
Fotos: H. Almonat

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